Letztes Update am Mo, 09.10.2017 14:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Börse (Nachmittag) - ATX bleibt in der Verlustzone



Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.317,50 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 6,91 Punkten bzw. 0,21 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,06 Prozent, FTSE/London -0,22 Prozent und CAC-40/Paris +0,02 Prozent.

An Europas Leitbörsen gab es nur wenig Bewegung zu sehen. Der deutsche DAX kratzt weiterhin an der Marke von 13.000 Punkten, konnte diese aber noch nicht überschreiten. Das bisherige Tageshoch markierte der Index bei 12.996 Punkten.

Die heute veröffentlichten Konjunkturdaten erhielten nur wenig Aufmerksamkeit. Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat seine Produktion im August deutlich stärker als erwartet ausgeweitet. Zudem ist die Anlegerstimmung im Euroraum im Oktober auf ein 10-Jahres-Hoch geklettert. In den USA bleibt der Datenkalender heute leer.

Dagegen behalten die Anleger die Lage in Katalonien weiter im Auge. Am vergangenen Wochenende hatten Hunderttausende Menschen für einen Verbleib im spanischen Staat demonstriert. Nun wird mit Spannung auf die morgige Rede des Regionalregierungschefs Carles Puigdemont im Parlament in Barcelona gewartet. Bei dieser könnte Puigdemont die Unabhängigkeit Kataloniens verkünden könnte.

In Wien freuten sich die Anleger über eine Anhebung der Umsatzprognose beim Leiterplattenhersteller AT&S und bescherten der Aktie ein sattes Kursplus von 17,47 Prozent auf 14,66 Euro. In der Spitze zogen die Titel bis auf 14,70 Euro nach oben und markierten damit den höchsten Stand seit Ende 2015.

Aufgrund des bisher gut gelaufenen Geschäfts in diesem Jahr hat AT&S seine Erwartungen für das Umsatzwachstum von 10-16 Prozent auf 20-25 Prozent erhöht. Die Kundennachfrage sei vor allem in den letzten drei Monaten sehr hoch gewesen, hießt es zur Begründung. Dementsprechend arbeiteten alle Werke an der Kapazitätsgrenze. Zudem sei die neue Technologie schneller angenommen worden, im Werk in Chongqing habe es bei IC-Substraten weitere Effizienzsteigerungen gegeben. Im vergangenen Geschäftsjahr hat AT&S aufgrund von Anlaufschwierigkeiten in Chongqing noch einen Verlust von 22,9 Mio. Euro gemacht.

Die Aktien des Gummiherstellers Semperit rutschten dagegen um 6,84 Prozent auf 24,50 Euro ab und belegten damit den letzten Platz im prime market. Das Unternehmen hat zuvor seine Erwartungen für das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2017 zurückgenommen. Begründet wird dies mit volatilen Rohstoffpreisen sowie mit „operativen Herausforderungen insbesondere in den Segmenten Sempermed und Sempertrans“, heißt es in der Aussendung des Unternehmens.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX knapp nach Börsenstart bei 3.328,35 Punkten, das Tagestief lag um etwa 13.15 Uhr bei 3.310,49 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,14 Prozent bei 1.670,51 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 15 Titel mit höheren Kursen, 23 mit tieferen und einer unverändert.

Bis dato wurden im prime market 2.084.159 (Vortag: 2.340.341) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 38,321 (45,13) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher AT&S mit 557.853 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 7,88 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA302 2017-10-09/14:21




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