Letztes Update am Mo, 09.10.2017 15:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bergretter suchen im Lungau und Kärnten nach abgängigem Kärntner



Muhr/Tamsweg/Gmünd (APA) - Bergretter und Alpinpolizisten haben am Montag im Lungau und im angrenzenden Kärnten eine Suchaktion nach einem 33-jährigen Kärntner gestartet. Der Mann aus Gmünd war am Donnerstag der Vorwoche zu einer viertägigen Alpintour aufgebrochen, ist aber am Montag nicht nach Hause zurückgekehrt. Wegen des schlechten Wetters am Wochenende mit Neuschnee im Hochgebirge wird ein Unfall vermutet.

Der Wirt des Gasthauses „Kölnbreinstüberl“ beim Kölnbreinspeicher an der Malta-Hochalmstraße in Kärnten hatte gestern, Sonntag, die Einsatzkräfte darüber informiert, dass auf dem Parkplatz seit einigen Tagen ein Auto mit Kärntner Kennzeichen stehe und der Lenker noch immer nicht zurückgekehrt sei. Die Mutter des 33-Jährigen erklärte gegenüber ermittelnden Polizisten, dass sie seit vergangenem Mittwoch, 4. Oktober, keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn habe. Sie habe ihn bereits mehrmals angerufen, doch es sei nur die Mobilbox seines Handys eingeschalten gewesen, wie die Sprecherin der Landespolizeidirektion Salzburg, Eva Wenzl, gegenüber der APA schilderte.

Weil der Kärntner seine Bergausrüstung eingepackt hatte und mit seinem Handy im Gemeindegebiet von Muhr im Lungau eingeloggt war, geht man davon aus, dass der Mann tatsächlich zu einer mehrtägigen Bergtour aufgebrochen war. Die Suchaktion konzentriert sich auf den Bereich Kölnbreinspitze (2.934 Meter Seehöhe) und Rotgüldensee (1.996 Meter). Eine Gruppe von Bergrettern sucht den Weiterwanderweg von der Schmalzscharte (2.244 Meter) zum Murtörl (2.260 Meter) und zur Franz-Fischer-Hütte (2.020 Meter) ab, wie der Landesleiter der Bergrettung Salzburg, Balthasar Laireiter, gegenüber der APA erklärte.

Die Suche in dem teils steilen und schroffen Gelände gestaltete sich schwierig. In den vergangenen zwei Tagen habe es geschneit, auf 2.500 Meter Seehöhe liege rund 40 Zentimeter Schnee, erklärte Laireiter, der sich als Einsatzleiter im Tal an der Rettungsaktion beteiligte. Das Wetter hatte sich am Montag zwar gebessert, doch wegen des Nebels konnte der Hubschrauber auf Salzburger Seite vorerst nicht fliegen. Der Polizeihubschrauber „Libelle“ sei angefordert worden, sagte die Polizeisprecherin.




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