Letztes Update am Mo, 09.10.2017 15:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eschensterben - 4.000 Bäume in Tulln geschlägert



Tulln (APA) - Aufgrund des Eschentriebsterbens in den Augebieten entlang der Donau mussten in den vergangenen Wochen in Tulln insgesamt rund 4.000 Eschen geschlägert werden. Bei einem „Baumpflanzfest“ am Sonntag wurden 100 Bäume gesetzt - ein „erster Schritt in die Zukunft des Wasserparks“, erklärte Landesrat Karl Wilfing (ÖVP) laut Aussendung des Landespressedienstes vom Montag.

„Das Eschentriebsterben ist eine ökologische Katastrophe, führte zu einem kahlen Erscheinungsbild und nicht zuletzt zu einem finanziellen Schaden“, sagte Wilfing. Mitte August musste der Wasserpark gesperrt werden. Zunächst war man von 2.200 Eschen ausgegangen, die gefällt werden müssen. Weil nicht alle im Baumkataster registriert gewesen seien, habe sich diese Zahl auf knapp 3.000 im Wasserpark erhöht, hieß es am Montag auf Anfrage von der Garten Tulln. Insgesamt wurden südlich der Donau 4.000 Eschen gerodet.

Mit einer standortgerechten, artenreichen Bepflanzung soll einer Wiederholung einer flächendeckenden Rodung in Zukunft vorgebeugt werden. Bei der Auswahl von Stieleiche, Schwarzpappel, Walnussbaum und anderen Arten wurde laut dem Landespressedienst auf Vielfalt größter Wert gelegt.

„Seitens der Stadt Tulln wollen wir den Tullnerinnen und Tullnern, aber auch den erholungssuchenden Gästen schnellstmöglich wieder eine grüne und ökologische wertvolle Freizeitzone bieten“, sagte Bürgermeister Peter Eisenschenk (ÖVP). Die Neuaufforstung im Wasserpark erfolgt in Zusammenarbeit der Stadtgemeinde, der Garten Tulln und den Experten der Aktion „Natur im Garten“. Der Stadt ist durch das Eschensterben nach Angaben vom vergangenen Freitag bisher ein Schaden von etwa 260.000 Euro entstanden.




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