Letztes Update am Mo, 09.10.2017 15:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NR-Wahl - Schelling hofft auf Abrüstung der Worte



Luxemburg (APA) - Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hat angesichts der jüngsten Schlammschlacht im Wahlkampf zu einer „Abrüstung der Worte“ aufgerufen. Vor Beginn der Eurogruppe am Montag in Luxemburg sagte Schelling, die Schmutzkübelkampagnen und Methoden „tun dem Land und der Demokratie nicht gut“. Er selber werde nur bei einer von der FPÖ geführten Regierung nicht mehr zur Verfügung stehen.

Zum laufenden Wahlkampf meinte er, es sei eine „Situation eingetreten, die man in dieser Massivität nicht erwarten konnte“. Es werde „viel zu viel darüber diskutiert, wer denn wem welche Papiere zugespielt hat. Aber man kann bekanntlich nur Papiere zuspielen, die davor produziert wurden und man muss die Verantwortung der Produzenten der Papiere hinterfragen, nicht derer, die das an die Öffentlichkeit gespielt haben“.

Er selbst habe sich an all diesen Dingen nicht beteiligt. Gerade für einen Finanzminister sei es wichtig, die Sachpolitik im Vordergrund zu halten. Hier müsse es einen Stabilitätsfaktor geben.

Auf Koalitionskonstellationen angesprochen sagte Schelling, er würde als Finanzminister nur unter einer FPÖ-geführten Regierung nicht zur Verfügung stehen. „Ich habe gesagt, wenn ich gefragt werde, bin ich gerne bereit, wenn nicht, nehme ich das mit großem Respekt zur Kenntnis“.

Dass eine von den Blauen geführte Regierung illusorisch sei, sieht Schelling nicht so. „Es wird derzeit auch an anderen Konstellationen gearbeitet. Der Zweite und der Dritte könnten eine Koalition bilden. Das ist nicht auszuschließen“. Es könnte auch zu blau-rot oder rot-bau kommen. Notwendig werde sein, ein gutes Ergebnis zu erzielen und dann eine stabile Regierung bilden zu können. Man dürfe auch nicht vergessen, dass Österreich nächstes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft innehabe.




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