Letztes Update am Mo, 09.10.2017 16:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Papst Franziskus wirbt für Kollegialität unter Leitern der Ostkirchen



Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus hat am Montag die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen empfangen, die bis Donnerstag an einer Vollversammlung der vatikanischen Ostkirchenkongregation teilnehmen. Bei der Begegnung in Rom warb er laut Kathpress für Kollegialität unter den Kirchenführern einerseits und dem Vorrang des Papstes als Petrus-Nachfolger andererseits.

Franziskus sprach diesbezüglich von einem „diakonalen Primat“, einem - sinngemäß - „Vorrang im Dienen“. Zudem lud er die Bischöfe und Patriarchen ein, sich an der Kandidatensuche für Leitungsposten in den Ostkirchen zu beteiligen. Weiters betonte der Papst, er wolle den Gläubigen der Ostkirchen seine Nähe bekunden. Seine Solidarität gelte vor allem jenen, die um des Glaubens willen verfolgt oder unterdrückt werden.

Die Ostkirchenkongregation befasst sich mit allen Angelegenheiten, die das Verhältnis der 23 mit Rom unierten Ostkirchen und dem Heiligen Stuhl betreffen. Sie wurde vor 100 Jahren durch Papst Benedikt XV. (1914-1922) gegründet. Franziskus feiert zu diesem Anlass am Donnerstag eine Messe in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore. Die Ostkirchenkongregation dient unter anderem als Verbindungsstelle zwischen den mit Rom verbundenen, aber rechtlich weitgehend eigenständigen katholischen Ostkirchen und dem Papst. Leiter der Behörde ist seit 2007 der argentinische Kardinal Leonardo Sandri.




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