Letztes Update am Mo, 09.10.2017 18:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mittelamerikanische Migranten fordern Asyl in Mexiko



Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Angesichts der harten Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump haben Migranten aus Mittelamerika in Mexiko die Achtung der Menschenrechte und zügige Asylverfahren gefordert. Rund 200 Mittelamerikaner sowie Menschenrechtler und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen brachen am Montag in Tapachula im Süden des Landes zu einem Protestmarsch an die US-Grenze auf.

Auf dem sogenannten Kreuzweg der Solidarität wollten sie an verschiedenen Stationen bei den Aufräumarbeiten nach den jüngsten Erdbeben helfen.

Zehntausende Mittelamerikaner versuchen jedes Jahr über Mexiko illegal in die USA einzuwandern. Trump hat ein hartes Vorgehen gegen die illegale Einwanderung angekündigt und will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer errichten. Fehlende Arbeitsplätze, die Gefahr durch die mächtigen Jugendbanden und soziale Konflikte seien die Hauptgründe für die Migration aus Mittelamerika, sagte der Leiter der Organisation Völker ohne Grenzen, Irineo Mujica.

Die mexikanischen Behörden stoppen jedes Jahr zahlreiche Mittelamerikaner auf ihrem Weg nach Norden und schieben sie in ihre Herkunftsländer ab. In Mexiko-Stadt wollen die Migranten beim Senat nun um politisches Asyl für Flüchtlinge bitten, die sich bereits im Land befinden.




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