Letztes Update am Mo, 09.10.2017 19:02

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Robert Menasse gewinnt den Deutschen Buchpreis



Der Deutsche Buchpreis 2017 geht an den Österreicher Robert Menasse für seinen in Brüssel spielenden Europa-Roman „Die Hauptstadt“, der auch für den Österreichischen Buchpreis nominiert ist. Diese Entscheidung der siebenköpfigen Jury wurde am Montagabend im Frankfurter Römer bekanntgegeben.

Robert Menasse taucht in seinem Roman „Die Hauptstadt“ tief in die Brüsseler EU-Institutionen ein. Rund um die Planung von Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Europäischen Kommission entwirft er ein vielstimmiges europäisches Panorama, in dem Geschichte, Gegenwart und Zukunft enggeführt werden.

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vergeben. Gesucht wird der beste deutschsprachige Roman des Jahres. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro. Die Auswahl trifft eine siebenköpfige Jury, die jedes Jahr neu besetzt wird und heuer insgesamt 200 Titel gesichtet hat.

Im Vorjahr wurde Bodo Kirchhoff für „Widerfahrnis“ ausgezeichnet. Den ersten Buchpreis gewann 2005 der Vorarlberger Arno Geiger mit „Es geht uns gut“ - bis heute war er der einzige österreichische Sieger. Mit Jung und Jung konnte dagegen ein österreichischer Verlag zweimal (2010 und 2012) den Siegerroman stellen.




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