Letztes Update am Di, 10.10.2017 11:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sibel Kekilli will „nicht dauernd die Türkin spielen müssen“



München (APA/AFP) - Die deutsche Schauspielerin Sibel Kekilli (37) will nicht immer mit dem Heimatland ihrer Eltern in Verbindung gebracht werden. „Viele Deutschtürken, die hier leben, machen den Fehler, dass sie sagen: ‚Mein Präsident ist der in der Türkei‘“, sagte sie der Zeitschrift „Glamour“. „Mein Land aber ist Deutschland - und darum möchte ich auch nicht dauernd die Türkin spielen müssen.“

Sie werde mit Blick auf die Türkei oft gefragt, was „in Deinem Land“ vor sich gehe oder was „mit Deinem Präsidenten“ los sei, sagte Kekilli. Darauf antworte sie: „Mein Präsident ist Frank-Walter Steinmeier - was soll mit ihm los sein?“

Für solche offenen Worte werde sie häufig angefeindet. „Ich werde seit meinem Film ‚Gegen die Wand‘ vor allem von Türken beschimpft, beleidigt, sexuell belästigt - ich erhalte Morddrohungen“, beklagte die Schauspielerin und fügte hinzu: „Das Internet holt das Böseste aus den Menschen heraus.“




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