Letztes Update am Di, 10.10.2017 12:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Der „Zwicker“ vom „guaten alten Herrn von Schönbrunn“



Wien (APA) - Kaiserhaus-Fans könnten fündig werden. Bei der jährlich stattfindenden Auktion von Erinnerungsstücken aus dem österreichischen und auch aus europäischen Herrscherhäusern im Wiener Dorotheum am 30. Oktober kommt etwa der Zwicker, den Kaiser Franz Josef I. zuletzt trug, zur Versteigerung. Das teilte das Auktionshaus am Dienstag mit.

Der Zwicker, den der Kaiser bis zu seinem Todestag trug, wird auf rund 2.500 bis 3.000 Euro geschätzt. Er stammt aus dem Nachlass des Militärmalers Alexander Pock. Die maschinschriftliche Bestätigung lautet „Die letzte bis zu seinem Todestag getragene Brille S. M. Kaiser Franz Joseph I. im November 1916“. Versteigert wird auch der persönliche Reitsporn des Kaisers (600 bis 1.000 Euro), seine Reitgerte, seine Gewehrtasche oder sein Zigarrenspitz mit gesiegelter Visitkarte des Leibkammerdieners Eugen Ketterl mit handschriftlicher Echtheitsbestätigung (600 bis 900 Euro).

Die Reitbegeisterung teilte der Monarch, der den Ersten Weltkrieg auslöste, mit seiner Gemahlin, Kaiserin Elisabeth von Österreich. Von ihr wird ebenfalls eine Reitgerte versteigert (2.000 bis 4.000 Euro mit Reitgerte Kaiser Franz Joseph), sowie ein Paar weiße Handschuhe aus Rehleder (3.000 bis 5.000 Euro). Zum Aufruf kommt auch ein eigenhändiger Brief der Kaiserin in ungarischer Sprache aus dem Jahr 1890 an ihre Lieblingstochter Marie Valerie, sowie eine edle Geschenkbrosche in Form eines Tannenzweiges, ein Weihnachtsgeschenk von Elisabeth an ihre Lieblingstochter (3.000 bis 5.000 Euro).




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