Letztes Update am Di, 10.10.2017 12:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich fester



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mit etwas festerer Tendenz notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 132,80 Zähler oder 0,64 Prozent auf 20.823,51 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann 164,24 Zähler (plus 0,58 Prozent) auf 28.490,83 Einheiten. Der Shanghai Composite legte um 8,61 Punkte oder 0,26 Prozent auf 3.382,99 Punkte zu.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich fester. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 31.924,41 Zählern mit plus 77,52 Punkten oder 0,24 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 2,0 Zähler oder 0,03 Prozent auf 5.807,10 Einheiten.

Die Börsen in Fernost ließen sich damit nicht vom schwächeren Handelsschluss an der Wall Street vom Vortag beeinträchtigen. Wie die chinesische Zentralbank mitteilte, sind die Fremdwährungsreserven Chinas im September auf 3,109 Billionen Dollar angewachsen. Dies entspricht einem Zuwachs von etwa 17 Milliarden Dollar.

In Japan wurden ebenso Konjunkturdaten veröffentlicht: Der japanische Leistungsbilanzüberschuss belief sich im August auf 2,38 Billionen Yen. Volkswirte hatten im Schnitt einen Überschuss von lediglich 2,26 Billionen Yen erwartet.

Im Fokus der Anleger stand jedoch ein neuerlicher Unternehmensskandal in der japanischen Wirtschaft. Nachdem der drittgrößte japanische Stahlkonzern Kobe Steel die Fälschung von Produktdaten eingeräumt hatte, brach der Aktienkurs am Dienstag an der Börse in Tokio um gut ein Fünftel (minus 21,93 Prozent) ein. Das Unternehmen musste am Sonntag einräumen, die Daten einiger Aluminium- und Kupferprodukte gefälscht zu haben.

Da die Börsen in Japan am Montag wegen eines Feiertags geschlossen waren, schlug die Nachricht erst am Dienstag auf den Aktienkurs durch. Den rund 200 betroffenen Firmen, darunter der Autobauer Toyota (plus 1,61 Prozent), sei damit vorgetäuscht worden, dass ihre Ansprüche erfüllt worden seien. Kobe Steel hatte eingeräumt, dass Dutzende Mitarbeiter beteiligt gewesen seien. Die Vorfälle könnten bis zu zehn Jahre zurückreichen.




Kommentieren