Letztes Update am Di, 10.10.2017 13:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tausende Flüchtlinge nach Kämpfen in libyscher Küstenstadt versorgt



Tripolis (APA/dpa) - Internationale Hilfsorganisationen haben damit begonnen, Tausende Flüchtlinge nach den Kämpfen um die libysche Küstenstadt Sabratha zu versorgen. „Die Lage ist noch sehr zerbrechlich“, sagte der Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Libyen, Roberto Mignone, am Montag. Die Menschen bräuchten dringend Nahrung, Wasser und medizinische Hilfen.

Nach UN-Angaben waren zwischen 4.000 und 6.000 Flüchtlinge in inoffiziellen Flüchtlingslagern in der Stadt gefunden worden.

Mitte September waren in der Küstenstadt Sabratha rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis heftige Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen ausgebrochen. Die Stadt gilt als einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa gelangen möchten.

Ein aufmerksamer Sicherheits- und Militärapparat sei für die Bekämpfung der illegalen Migration wichtig, sagte Ajub Kassem, Sprecher der libyschen Küstenwache. Nach dem Ende der Kämpfe seien zahlreiche Holz- und Gummiboote entdeckt worden. Die Zahl der Flüchtlinge, die in den Sommermonaten von Libyen aus in Italien ankamen, war stark zurückgegangen.




Kommentieren