Letztes Update am Di, 10.10.2017 13:54

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WKÖ/IV gegen Eile bei Gleichstellung Arbeiter/Angestellte



Die mögliche Angleichung von Arbeitern und Angestellten bei der letzten Parlamentssitzung vor der Nationalratswahl am Sonntag sorgt weiter für Kritik von Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenvereinigung (IV). Sie pochen auf die Einbindung der Sozialpartner. Diese könnten in wenigen Monaten eine für alle akzeptable Lösung ausverhandeln, meinen die Arbeitgebervertreter.

Kritisch hatte sich zuletzt auch ÖVP-Chef Außenminister Sebastian Kurz geäußert, während SPÖ-Chef Bundeskanzler Christian Kern am Donnerstag das Parlament am Zug sieht. Die Causa hat auch Einfluss auf die gerade angelaufene Herbstlohnrunde, bei der die Arbeitgeber die Besserstellung der Arbeiter bei der Höhe der Kollektivvertrags-Abschlüsse berücksichtigt sehen möchten. Die Metallindustrie, die die Herbstlohnrunde einleitet, hat sich jedenfalls am Montag mit den Gewerkschaften Pro-Ge und GPA nicht auf einen neuen Abschluss einigen können und bis nach der Wahl vertragt.

WKÖ-Chef Christoph Leitl und IV-Boss Georg Kapsch betonten zwar, dass die Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten „nicht mehr zeitgemäß“ ist und man offen für eine Angleichung sei. Aber: „Diese Angleichung muss umfassend sein, keine Seite darf sich die Rosinen herauspicken. Sie müsse die Betroffenen in einem seriösen Prozess einbeziehen und nicht einfach über Kollektivverträge drüberfahren. Der vorliegende SPÖ-Antrag ist nicht seriös, sondern schlicht ein Anschlag auf Betriebe und Arbeitsmarkt, eine Husch-Pfusch-Aktion um kurzfristig im Wahlkampf zu punkten“, so die beiden Interessenvertreter.




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