Letztes Update am Di, 10.10.2017 13:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Türkischer Ministerpräsident hofft auf Ende der Spannungen mit USA



Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Im Visa-Streit mit den USA hofft der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim auf baldige Entspannung. „Ich hoffe, dass die Spannungen demnächst ein Ende finden“, sagte Yildirim am Dienstag vor der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in Ankara. Zugleich verteidigte er die Inhaftierung von US-Konsulatsmitarbeitern.

Man habe im Rahmen von Ermittlungen gegen die Gülen-Bewegung gegen „manche Personen, die in amerikanischen Vertretungen arbeiten, einen rechtlichen Prozess eingeleitet, na und“ sagte Yildirim.

Nach der Verhaftung eines türkischen Mitarbeiters des US-Generalkonsulats in Istanbul vergangene Woche hatten die USA am Sonntag die Vergabe von Visa in ihren Vertretungen in der Türkei auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die türkische Regierung reagierte, indem sie die Visavergabe an US-Staatsbürger stoppte.

Dem Mitarbeiter werden Verbindungen zur Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen, den die türkische Regierung für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich macht.

Zurzeit befinden sich zwei Mitarbeiter von US-Konsulaten in türkischer Haft. Ein weiterer wurde zur Befragung vorgeladen.




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