Letztes Update am Di, 10.10.2017 14:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Freispruch für Makler in Graz: Kein Wucher und kein schwerer Betrug



Graz (APA) - Ein Immobilienmakler ist am Dienstag im Grazer Straflandesgericht vom Vorwurf des Wuchers und des schweren Betruges freigesprochen worden. Verurteilt wurde er nur wegen Anstiftung zur falschen Zeugenaussage, was ihm fünf Monate bedingt einbrachte. Der Beschuldigte hatte für den Verkauf eines Grundstücks um 3,7 Millionen Euro 700.000 Euro Honorar bekommen. Er nahm die Strafe an.

Von den Hauptvorwürfen wurde der 46-Jährige freigesprochen. Der ganze Fall war aufgekommen, als ein Teil seines Honorars von einem Fremden im Keller eines Hauses gefunden wurde, wo es der Mann versteckt hatte, weil die Wohnung früher leer war. Er rief jene Bekannte an, für die er den Deal mit den 3,7 Millionen eingefädelt hatte und drängte sie, zur Polizei zu gehen und zu sagen, es sei ihr Geld. Selbst konnte er das nicht tun, da er damals in Amerika war. Die Frau tat das, hielt aber nicht lange an diesen Angaben fest. Für diese Anstiftung zur Falschaussage wurde der Makler bedingt verurteilt, vom Rest wurde er freigesprochen. Sowohl Verteidiger Gerald Ruhri als auch die Staatsanwältin gaben Rechtsmittelverzicht bekannt, nur der Anwalt der Frau gab vorläufig keine Erklärung ab.




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