Letztes Update am Di, 10.10.2017 16:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Batteriesystem-Anbieter Voltabox gelingt Börsengang - Hohe Nachfrage



Frankfurt (APA/Reuters) - Der Börsengang des deutschen Batteriesystem-Anbieters Voltabox bringt 152 Mio. Euro ein. Die Aktien wurden mit 24 Euro am oberen Ende der Preisspanne zugeteilt, wie die Tochter des Autozulieferers Paragon am Dienstag mitteilte. Inklusive der Platzierungsreserve werden 6,33 Mio. Aktien bei Anlegern untergebracht.

Mit knapp 140 Mio. Euro fließt der Großteil der Erlöse Voltabox selbst zu. Die Aktien sollen am Freitag erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Voltabox stellt für elektrisch betriebene Busse, Gabelstapler und andere Industriefahrzeuge Batteriesysteme her. Das Unternehmen lockte die Anleger mit dem Trendthema E-Mobilität und dem schnellen Wachstum. Zum Platzierungspreis seien zehn Mal mehr Aktien nachgefragt worden als angeboten wurden, erklärte Voltabox.

Anleger hoffen offenbar auf eine ähnlich furiose Entwicklung wie beim Maschinenbauer Aumann, der die Investoren mit dem Boom von Elektromotoren köderte. Die Aktien haben ihren Wert seit dem Börsendebüt im März mehr als verdoppelt und kosten inzwischen 88 Euro.

Die 2011 gegründete Voltabox beschäftigt an den Produktionsstandorten im ostwestfälischen Delbrück und im texanischen Austin insgesamt rund 90 Mitarbeiter. Das Unternehmen sitzt auf gut gefüllten Auftragsbüchern und will 2019 einen Umsatz von etwa 100 Mio. Euro erreichen. Im vergangenen Jahr waren es gerade einmal 14,5 Mio. Euro. Das Geld aus dem Börsengang will das Unternehmen in den Ausbau des Geschäfts und für die Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens verwenden.

Nach dem Börsengang liegt der Streubesitz von Voltabox bei 40 Prozent. Paragon will langfristig die Mehrheit behalten.




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