Letztes Update am Di, 10.10.2017 18:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zürcher Börse schließt kaum verändert



Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag über weite Strecken mehr oder weniger auf der Stelle getreten. Nur am Nachmittag gelang dem Leitindex SMI zwischenzeitlich ein etwas deutlicheres Plus, bevor er gegen Handelsschluss wieder in Richtung Vortagesschluss zurückkam. Damit setzte er seine Tendenz der vergangenen Tage fort.

Der SMI ging um 0,08 Prozent höher bei 9.267,17 Punkten aus dem Handel. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,25 Prozent auf 1.491,07 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,11 Prozent auf 10.583,56 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 20 im Plus, neun im Minus und einer (Julis Bär) unverändert.

Am Markt nannten Händler dafür aktuell fehlende Impulse von Konjunkturseite. Zudem sorge die unklare Lage bei den geplanten US-Steuerreformen für Verunsicherung. Auf Unternehmensseite dürfte der Nachrichtenfluss dagegen wieder zunehmen. Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan machte an diesem Tag den Auftakt in die Berichtssaison für das dritte Quartal. Händler warnen in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Erwartungen an die Unternehmensresultate hoch seien. Sie seien zuletzt auch die treibende Kraft für die steigenden Börsennotierungen gewesen. Komme es hier zu Enttäuschungen, könne dies durchaus Auslöser einer größeren Korrektur sein.

Die Aktien von Givaudan verteidigten bis zum Handelsschluss ihre Pole-Position unter den Blue Chips. Am Ende gingen sie bei einem Kurs von 2.757 Schweizer Franken (+3,1 Prozent) aus dem Handel. Im Handelsverlauf hatten die positiv aufgenommenen Zahlen die Titel bis auf ein Rekordhoch von 2.179 Franken katapultiert. Das organische Umsatzplus von 5,7 Prozent im dritten Quartal wurde in Analystenkreisen als beeindruckend bezeichnet.

Überdurchschnittliche Kursgewinne verzeichneten zudem noch die Aktien von Adecco (+1,3 Prozent) und Aryzta (+1,1 Prozent). Die Kursgewinne bei dem Personaldienstleister Adecco wurden in Händlerkreisen mit „ermutigenden“ Arbeitsmarktstatistiken aus dem Schlüsselmarkt Frankreich sowie mit einem starken Zahlenwerk des Mitbewerbers Robert Walters begründet.

Als Hemmschuh für den Markt erwiesen sich dagegen die beiden Pharma-Schwergewichte Novartis (-0,7 Prozent) und Roche (-0,3 Prozent). Bei Roche setzte sich am Ende ein Kommentar der Experten des Brokers Liberum durch. Diese meinen, dass Rückerstattungsanreize für Ärzte in den USA den Gebrauch von Biosimilars begünstigen würden. Entsprechend sei ihr Optimismus für neue Produkte bei Roche dahin.

Diesen Verlusten hielt das dritte Schwergewicht, Nestlé, ein Kursplus von 0,4 Prozent entgegen. Nennenswerte Einbußen verzeichneten ohne Nachrichten noch Dufry (-0,5 Prozent) und die Aktien von ABB (-0,4 Prozent).

~ ISIN CH0009980894 ~ APA515 2017-10-10/18:43




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