Letztes Update am Mi, 11.10.2017 07:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia 2026: Zwischen Begeisterung und Ablehnung



Innsbruck (APA) - Eine mögliche Bewerbung Tirols/Innsbrucks für Olympische Winterspiele 2026 scheidet die Geister im Land. Während sich fast alle politischen Parteien für Winterspiele aussprachen, mobilisierten die Oppositionspartei Liste Fritz sowie die Kulturinstitution „Treibhaus“ die Gegner einer Bewerbung. Wirtschaftsvertreter, Sportler und Kulturschaffende warben indes für ein „Ja“ bei der Volksbefragung.

Sowohl Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) als auch Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) bezeichneten Winterspiele als große Chance. Eine Abstimmungs-Empfehlung für die Volksbefragung wollten beide dennoch nicht aussprechen. Auch SPÖ, FPÖ sowie Impuls Tirol waren einer Bewerbung gegenüber positiv eingestellt.

Die Grünen hingegen waren sich nicht einig. Während die Landespartei einer möglichen Bewerbung mit einer „konstruktiven Skepsis“ begegnete, empfahlen die Innsbrucker Grünen, allen voran Bürgermeisterkandidat Georg Willi, bei der Volksbefragung mit „Nein“ zu stimmen. Einzig die Oppositionspartei Liste Fritz hatte sich klar gegen Olympische Spiele ausgesprochen. Unterstützung erhielt sie von der Innsbrucker Kulturinstitution „Treibhaus“. Geschäftsführer Norbert Pleifer hatte etwa einen „no!olympia“-Chor ins Leben gerufen. Dieser hatte unter anderem bei einer Diskussionsrunde im Landesstudio des ORF spontan eine Einlage zum Besten gegeben.

Wirtschaftsvertreter, darunter unter anderem die Wirtschaftskammer und die Tiroler Adlerrunde (Anm., ein Zusammenschluss heimischer Wirtschaftsunternehmer), sprachen sich für eine Bewerbung aus. Auch prominente Sportler wie etwa Benjamin und Marlies Raich, Marcel Hirscher, Gregor Schlierenzauer und der Deutsche Felix Neureuther rührten für ein „Ja“ bei der Volksbefragung die Werbetrommel. Auch auf der eigens eingerichteten Homepage www.olympia2026.at traten bis wenige Tage vor der Volksbefragung rund 2.500 Unterstützer für die Spiele ein.




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