Letztes Update am Mi, 11.10.2017 10:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Daten und Fakten zur Ära von Marcel Koller



Wien (APA) - Mit einem freundschaftlichen 1:2 am 15. November 2011 in Lwiw (Lemberg) gegen die Ukraine hatte die Ära von Marcel Koller als österreichischer Fußball-Teamchef begonnen, am Montag, knapp sechs Jahre später, ging sie mit zwei Siegen in Folge, dem 3:2 in Wien gegen Serbien und dem 1:0 in Moldau zu Ende.

Die Qualifikation für die WM 2018 in Russland war zwar schon vorher verspielt worden, doch mit nun immerhin 25 Siegen in 54 Länderspielen bei 13 Remis und 16 Niederlagen (81:58 Tore) gab es doch ein respektables Gesamtergebnis. Mit dem Höhepunkt, dem Erreichen der EM 2016 in Frankreich nach einer sensationellen Ausscheidung mit neun Siegen bei einem Remis. Die hohen Erwartungen wurden dann mit dem K.o. in der Vorrunde bitter enttäuscht, von nun an ging es eher bergab.

Sieht man vom EM-Jahr 2016 ab (3-3-6), dann schlossen Koller und seine Schützlinge die anderen Jahre (2011 nicht gerechnet) jedoch immer positiv ab, mit dem Spitzenwert 6-1-1 2015 sowie 4-2-2 (2012), 5-1-4 (2013), 4-3-1 (2014) und 2017 bei einem noch ausstehenden Freundschaftsspiel mit 3-3-1. Die Elf war in diesen Jahren sowohl daheim - bei immerhin 33 Spielen - positiv (16-9-8/49:32 Tore) als auch auswärts bei allerdings nur 21 Begegnungen mit 9-4-8 (32:26).

Der Dauerbrenner unter Koller mit 51 Einsätzen hieß Marko Arnautovic, Aleksandar Dragovic kam auf 46, David Alaba auf 44, dann folgten Marc Janko (43) vor dem aktuellen Kapitän Julian Baumgartlinger und Martin Harnik mit je 41. Koller setzte insgesamt 57 Akteure ein und ließ exakt 30 debütieren. Dass der Schweizer vor allem auf Legionäre setzte, ist allgemein bekannt, wobei einige wie u.a. Robert Almer, Marcel Sabitzer, Martin Hinteregger, Stefan Ilsanker, Guido Burgstaller, Heinz Lindner, Florian Klein, Rubin Okotie, Valentino Lazaro sowohl als „Österreicher“ als auch als „Ausländer“ berufen wurden. 16 der 57 kamen ausschließlich als heimische Kicker dran, somit gab es insgesamt 41 Legionäre.

Der Torjäger Nummer eins in diesen sechs Jahren war Marc Janko mit insgesamt 18 Treffern, wobei der Riese heuer allerdings nicht mehr scorte. Dann folgten Alaba 11 (davon fünf Elfer), Arnautovic 10 und Harnik mit 9. Bemerkenswert die Effizienz von Louis Schaub, erzielte der Rapidler doch in den letzten drei Spielen jeweils ein Tor. Womit der Hütteldorfer gleich Topscorer 2017 vor Arnautovic 2, Burgstaller, Harnik, Hinteregger und Sabitzer je 1 war.

Die jeweiligen Einsätze in der Koller-Ära:

51: Marko Arnautovic (19 x aus, zweimal eingewechselt, eine Rote Karte)

46: Aleksandar Dragovic (3 a, 2 e)

44 David Alaba (16 a, 2 e)

43 Marc Janko (22 a, 13 e, 1 Rot)

41 Julian Baumgartlinger (14 a, 5 e)

Martin Harnik (1 a, 7 e)

39 Zlatko Junuzovic (25 a, 2 e)

35 Florian Klein (2 a, 6 e)

33 Robert Almer (3 a)

Sebastian Prödl (6 a, 10 e)

32 Christian Fuchs (4 a)

28 Marcel Sabitzer (11 a, 14 e)

27 Martin Hinteregger (1 a, 3 e)

26 Stefan Ilsanker (4 a, 14 e)

20 Markus Suttner (3 a, 6 e)

18 György Garics (3a, 2 e)

Andreas Ivanschitz (10 a, 6 e)

17 Veli Kavlak (4 a,5 e)

15 Heinz Lindner (2 a, 1 e)

Emanuel Pogatetz (3 a)

Weiter: je 14 Jakob Jantscher (2 a, 12 e), Christoph Leitgeb (4 a, 9 e), Rubin Okotie (4 a, 9 e), Andreas Weimann (3 a, 9 e), 13 Guido Burgstaller (7 a, 6 e), 12 Alessandro Schöpf (3 a, 9 e), Lukas Hinterseer (1 a, 10 e), 10 Valentino Lazaro (1 a, 6 e), 9 Ramazan Özcan (4 e), 8 Kevin Wimmer (1 a, 4 e), je 5 Louis Schaub (4 e), Florian Kainz (3 a, 1 e), Florian Grillitsch (2 a, 2 e), Michael Gregoritsch (5 e), je 4 Kevin Danso (1 e), Franz Schiemer (1 a, 2 e), Yasin Pehlivan (4 e), Philipp Hosiner (1 a, 1 e), je 3 Moritz Bauer (voll), Stefan Lainer (1 e), je 2 Paul Scharner (voll), Maximilian Wöber (voll), Manuel Ortlechner (2 e), Patrick Bürger (2 e), Marco Djuricin (2 e), Karim Onisiwo (1 a, 1 e), je 1 Jürgen Säumel (e), Erwin Hoffer (e), Andreas Lukse (voll), Christian Gratzei (voll), Philipp Zulechner (e), Michael Liendl (e), Andreas Ulmer (e), Michael Madl (voll), Stefan Stangl (e), Philipp Lienhart (voll), Philipp Schobesberger (e).

Debütanten (30):

2011 (1) Almer (in der Ukraine)

2012 (6) Burgstaller, Suttner (jeweils gegen Finnland), Lindner, Bürger (beide Ukraine), Sabitzer (Rumänien), Weimann (Kasachstan)

2013 (4): Hinteregger, Hinterseer, Zulechner, Wimmer (alle gegen USA)

2014 (3): Ilsanker, Lazaro (beide Island), Liendl (Tschechien)

2015 (3): Djuricin (Liechtenstein), Onisiwo, Kainz (beide Schweiz)

2016 (6): Schöpf (Albanien), Gregoritsch (Georgien), Schaub (Wales), Lukse, Madl, Stangl (alle Slowakei)

2017 (7): Grillitsch, Lainer (beide Finnland), Danso (Wales), Bauer (Georgien), Wöber (Serbien), Lienhart, Schobesberger (beide Moldau)

Tore in der Koller-Ära (81):

18 Janko, 11 Alaba (5 Elfer), 10 Arnautovic, 9 Harnik, 6 Junuzovic (1 Freistoß), 5 Sabitzer, 4 Ivanschitz (2 Elfer), 3 Schaub, je 2 Schöpf, Okotie, Hosiner, Hinteregger, je 1 Baumgartlinger, Garics, Prödl, Kavlak, Dragovic (Elfer), Burgstaller und Eigentor Kutscher (Ukraine)




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