Letztes Update am Mi, 11.10.2017 11:48

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UNO-Experten: Rohingya in Myanmar Opfer von Mord und Folter



Die aus Myanmar geflüchteten muslimischen Rohingya sind nach einer Untersuchung von UNO-Menschenrechtsexperten mit Gewalt vertrieben worden. Das Vorgehen der Armee ziele darauf ab, die Rohingya dauerhaft aus ihren Siedlungsgebieten im Bundesstaat Rakhine zu vertreiben, heißt es in einem am Mittwoch in Genf vorgestellten Bericht von UNO-Ermittlern.

Rohingya berichteten unter anderem von in Brand gesteckten Häusern und Dörfern, Ermordungen und Vergewaltigungen, teilte ein Team des UNO-Büros für Menschenrechte (OHCHR) mit. Sicherheitskräfte und Zivilisten hätten die Menschenrechte verletzt, heißt es in den Bericht. Sie wollten mit ihrer Terrorkampagne Angst schüren. Die brutalen Übergriffe seien systematisch, organisiert und koordiniert gewesen. „Das UNO-Menschenrechtsbüro macht sich große Sorgen über die Sicherheit von Hunderttausenden Rohingya, die noch in der nördlichen Rhakine-Region sind“, heißt es in dem Bericht.

Die Experten sprachen Mitte September mit 65 Einzelpersonen und Gruppen von Rohingya, die im Nachbarland Bangladesch Zuflucht gefunden haben. Dort sind seit Ende August mehr als eine halbe Million Flüchtlinge angekommen.

Das mehrheitlich buddhistische Myanmar verweigert den meisten Rohingya die Staatsbürgerschaft und betrachtet sie als illegale Einwanderer, obwohl viele seit Generationen dort leben. Seitdem militante Rohingya im August 30 Sicherheitsposten überfielen, rollt eine Gewaltwelle über die Rhakine-Region.




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