Letztes Update am Mi, 11.10.2017 12:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia 2026: Sportverbände werben für „Ja“ bei Volksbefragung



Innsbruck (APA) - Die heimischen Wintersportverbände haben wenige Tage vor der Volksbefragung für eine mögliche Bewerbung Tirols/Innsbrucks für Olympische Winterspiele 2026 die Werbetrommel für ein „Ja“ gerührt. Für die Sportverbände wäre Olympia eine „riesen Chance“, betonte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Das Geld müsse aber im Sport bleiben, forderte der Langzeitchef des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV).

Die Bewerbung und Ausrichtung dürfte nicht über eine private Gesellschaft laufen, wie es bei den Olympischen Jugendspielen 2012 in Innsbruck der Fall gewesen sei, denn dann sei das Geld weg, sagte Schröcksnadel bei einer Pressekonferenz am Mittwoch an der Bergisel-Schanze in Innsbruck. Dieses mal sei man sich mit der Politik aber einig. Es habe sowohl Gespräche mit dem Land als auch mit der Stadt gegeben.

Bei der Finanzierung müsse man wissen, dass es ohne Olympische Spiele keine Milliarde US-Dollar vom IOC gebe. „Diskussionen, dass man das Geld besser in den Sozialbereich oder in die Altersfürsorge investieren sollte, sind daher irrelevant“, meinte Schröcksnadel bezüglich des zugesicherten IOC-Mindestzuschusses von 925 Millionen Dollar bei einem Zuschlag. Die Chancen wieder die Olympischen Winterspiele zu bekommen, seien noch nie so groß gewesen, bekräftigte der ÖSV-Präsident.

Die Sportstätten, die in Tirol bereits vorhanden wären, müssen ohnehin erhalten werden und dafür seien finanzielle Mittel notwendig. „Mit Olympia 2026 kommen diese Mittel vom IOC (Internationales Olympisches Komitee, Anm.) und ohne die Winterspiele muss sie der Steuerzahler berappen, eine Tatsache die von den Olympiagegner gerne verdreht wird“, argumentierte Michael Bielowski, Präsident des Rodelverbandes. Rodelnachwuchssportler würden sich schon jetzt ihr Startalter für 2026 ausrechnen und den „ganz großen Traum träumen“, so Bielowski.

Werner Margreiter, Präsident des Tiroler Skiverbandes, erzählte, wie er bei den Winterspielen 1964 in Innsbruck als kleiner Bub begeistert zuschaute und wie dieses Erlebnis sein ganzes weiteres Leben geprägt habe. „Olympische Spiele wären ein immenser Impuls für den Sport“, sagte Margreiter. Ins selbe Horn stießen auch Roman Schobesberger, Präsident des Bob- und Skeletonverbands und Werner Jäger, Vizepräsident des Eisschnelllaufverbandes. Auch sie sahen in Heim-Olympia eine „große Motivation“ für die Jugend und für Nachwuchssportler. Beide waren sich sicher, dass der Sport langfristig von Winterspielen profitieren würde.

(Grafik-Nr. 0641-17, 88 x 146 mm)




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