Letztes Update am Mi, 11.10.2017 12:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NR-Wahl - Privatsender vs. ORF: Streit um 15 Minuten Überschneidung



Wien (APA) - Nach der Ankündigung einer gemeinsamen Elefantenrunde im Privatfernsehen am Wahlsonntag um 20.15 Uhr ist zwischen dem ORF und den Privatsendern ein regelrechter Streit um die Spitzenkandidaten ausgebrochen. Das Problem ist, dass sich die beiden geplanten TV-Diskussionen zeitlich um 15 Minuten überschneiden - und sich die Politiker nicht zweiteilen können.

„Wir haben die Zusage von allen Parteien, dass uns die Spitzenkandidaten von 19.55 bis 20.30 Uhr zur Verfügung stehen, wir gehen davon aus, dass sie sich daran halten“, erklärte ORF-Chefredakteur Fritz Dittlbacher schriftlich am Mittwoch gegenüber der APA.

Die Privatsender Puls 4, ATV, ServusTV und SchauTV („Kurier“) hatten zuvor mitgeteilt, dass ihnen für ihre gemeinsame Diskussionsrunde um 20.15 Uhr bereits die Zusagen von Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Matthias Strolz (NEOS) und Peter Pilz (Liste Pilz) vorliegen und Ulrike Lunacek (Die Grünen) angefragt sei.

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) sieht in der Kooperation der Privatsender am Wahlabend indes keinen Verstoß gegen die Auflagen, die ProSiebenSat1Puls4 beim Kauf von ATV auferlegt wurden, wie es auf APA-Nachfrage hieß. Es gebe nach derzeitigem Stand keine Einwände gegen diese Vorgehensweise.

Die Kartellbehörde bestätigte auch, dass es mit den Sendern Gespräche zu dem Thema gab. Gesetzlich kann die BWB aber nicht im Vorfeld ihr Okay geben. Die Einhaltung von Auflagen unterliege immer der Selbstbeurteilung der Unternehmen, ein etwaiger Verstoß könne erst im Nachhinein von der Behörde evaluiert werden, hieß es zur Erklärung.

~ WEB http://orf.at ~ APA262 2017-10-11/12:43




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