Letztes Update am Mi, 11.10.2017 13:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bankenunion: Neben faulen Krediten auch Risiko durch Derivate prüfen



Brüssel (APA) - Die EU-Kommission will neben den faulen Krediten auch Risiken durch Derivate prüfen. Der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis erklärte am Mittwoch in Brüssel zur Vollendung der Bankenunion und dem dafür notwendigen europäischen Einlagensicherungssystem (EDIS), die Qualität der Vermögenswerte müsse festgestellt werden.

Jedenfalls könnte der ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) als Letztsicherung bei der Einlagensicherung greifen. Er habe die jüngsten Beratungen der Eurogruppe in diese Richtung „so verstanden“.

In die von Dombrovskis vorgelegte Phase zwei bei EDIS werde es erst kommen, nachdem die Qualität der Vermögenswerte geprüft worden sei. Und dies betreffe eben nicht nur die notleidenden Kredite (non performing loans oder faule Kredite), sondern auch „verschiedenste Risiken im Bankensektor, auch Derivate“. Der Zweck der Überprüfung sei auch, festzustellen, ob die Folgen der Krise durch Altlasten abgebaut wurden. Dabei verwies Dombrovskis darauf, dass der Anteil der faulen Kredite seit Mitte 2014 von 6,7 Prozent auf 4,5 Prozent der Darlehen zurückgegangen sei.




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