Letztes Update am Mi, 11.10.2017 13:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ex-Management muss 400 Mio. Euro für Bankenpleite in Italien zahlen



Rom (APA) - 400 Millionen Euro Entschädigung werden von dem Insolvenzverwalter der italienischen Pleitebank Etruria von dem ehemaligen Management des toskanischen Geldhauses gefordert. Das Institut zählt zu einer Reihe von regionalen Krisenbanken, die vom Staat gerettet werden mussten.

37 Personen müssen sich vor Gericht wegen der Pleite der in Arezzo beheimateten Bank verantworten, darunter zwei ehemalige Verwaltungsratspräsidenten, sowie Mitglieder der Boards, die zwischen 2010 bis 2015 im Amt waren. Von jedem Angeklagten verlangt der Insolvenzverwalter durchschnittlich circa 10,8 Mio. Euro.

Weil der Bank Etruria und drei anderen Regionalbanken nach erheblichen Kreditausfällen Kapital fehlte, beschloss die Regierung von Premier Matteo Renzi 2015 einen Rettungsplan in Höhe von 3,6 Mrd. Euro einzurichten. Die faulen Kredite wurden in eine Bad Bank ausgelagert. Die vier Institute werden zuletzt rekapitalisiert und von der börsennotierten Mailänder UBI Banca übernommen.




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