Letztes Update am Mi, 11.10.2017 14:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Streit um Drucker-Kollektivvertrag findet kein Ende



Wien (APA) - Der Streit um einen Kollektivvertrag 2017/18 für die Druckerbranche geht einmal mehr in die nächste Runde. Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) warf heute dem Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark und Obmann des steirischen Wirtschaftsbunds, Josef Herk, vor, Einkommensverluste schönzureden und Öl ins Feuer zu gießen.

Jüngster Streitfall ist die laut Gewerkschaften teilweise Kürzung des 13. und 14. Monatsgehalts in der Universitätsdruckerei Klampfer, vor der kürzlich Arbeitnehmervertreter demonstriert haben. Das stimmt nicht, es habe keine Kürzungen gegeben, beschwerte sich daraufhin heute Ingeborg Dockner, Obfrau Fachverband Druck und Robert Bodenstein, Obmann Bundessparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Österreich.

Das ist aber nur ein Nebenschauplatz, grundsätzlich geht es darum, dass die 9.500 Beschäftigten nach wie vor auf einen Kollektivvertrag warten. Die Arbeitgeber argumentieren damit, dass sich der langjährige Verhandlungspartner auf Arbeitgeberseite zurück gezogen habe und der zuständige Fachverband derzeit noch keine Verhandlungsvollmacht habe. Davor müsse es eine interne Meinungsfindung mit den Mitgliedern geben. Dies solle bis November abgeschlossen sein.

Der Streit zieht sich nun schon seit dem Sommer hin, inzwischen ist bereits die Herbstlohnrunde gestartet, die die Metaller mit einer Lohn- und Gehaltserhöhung um vier Prozent eingeleitet haben.

~ WEB http://www.gpa-djp.at/

https://news.wko.at/presse ~ APA339 2017-10-11/14:11




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