Letztes Update am Mi, 11.10.2017 15:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


OPEC erhöht Nachfrageprognose für 2017 und 2018



Wien (APA/dpa-AFX) - Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) rechnet wegen einer stärkeren Weltwirtschaft mit einer höheren Rohöl-Nachfrage. Das Ölkartell setzte daher die Nachfrageprognose für das laufende und das kommende Jahr nach oben, geht aus dem am Mittwoch in Wien veröffentlichten Monatsbericht hervor. Außerdem seien die Ölreserven in den entwickelten Volkswirtschaften der Welt zuletzt gesunken.

Wie aus dem Oktober-Bericht des Ölkartells hervorgeht, rechnet die OPEC für heuer mit einer weltweiten Nachfrage nach Rohöl von 96,80 Millionen Barrel pro Tag. Das sind um 30.000 Barrel/Tag mehr als noch im September gedacht. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Nachfrageprognose für 2018: Hier geht die OPEC laut neuer Prognose von einer globalen Nachfrage von täglich 98,19 Mio. Barrel aus, nach zuletzt prognostizierten 98,12 Mio. Barrel pro Tag.

Nach OPEC-Einschätzung zeigt sich das Anziehen der Weltwirtschaft auch in einem Rückgang der Ölreserven. Die Experten des Ölkartells gehen laut dem Monatsbericht davon aus, dass die Lagerbestände in den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im August um 24,7 Mio. Barrel auf 2,996 Mrd. Barrel gesunken sind. Trotz des Rückgangs liegen die Ölreserven in den Industriestaaten laut OPEC aber immer noch über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Auch nach einer von der OPEC und anderen wichtigen Förderländern beschlossenen Begrenzung der Fördermenge wurde in den Mitgliedsstaaten des Kartells zuletzt mehr Öl gefördert. Das hat damit zu tun, dass einige OPEC-Länder wie zum Beispiel Libyen von der Förderkürzung ausgeschlossen sind. Die Informationen zu den Fördermengen stammen von führenden Nachrichtenagenturen. Demnach hat die OPEC im September 32,75 Mio. Barrel Rohöl pro Tag gefördert. Das sind um täglich 88.500 Barrel mehr als im Monat zuvor.

Zuletzt hatten sich die Ölpreise vergleichsweise stabil gehalten. Mittwochmittag kostete ein Fass der Nordseesorte Brent 56,46 Dollar (47,86 Euro) und ein Fass US-Öl 50,90 Dollar.




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