Letztes Update am Mi, 11.10.2017 15:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesdenkmalamt: Abschlussbericht fordert Stärkung der Institution



Wien (APA) - Der Abschlussbericht des „kleinen Untersuchungsausschusses“ zum Thema Bundesdenkmalamt (BDA) liegt vor und wird am morgigen Donnerstag auch in der Nationalratssitzung behandelt. Zusammenfassend wurde festgehalten, dass vonseiten des Bundeskanzleramts bereits Schritte zur Reformierung des BDA gesetzt wurden.

Bei diesen Bestrebungen müsse auf eine klare und einheitliche Aufgaben-, Kompetenz- und Verantwortungsstruktur geachtet werden, heißt es in einer Aussendung am Mittwoch. Als wichtige Maßnahmen wurden „ein treffsicheres und machbares Unterschutzstellungskonzept, transparente und einheitlich ausgelegte Standards und Förderrichtlinien sowie klare und genau eingehaltene Regeln zur Korruptionsprävention“ genannt. Was die Zukunft des Bundesdenkmalamts betrifft, so sah der Ausschuss weder eine Verländerung des Denkmalschutzes noch eine Ausgliederung des BDA als zielführend an. Vorrangiges Ziel einer Reform des BDA müsse es sein, die Rolle des Amts zu stärken - insbesondere in personeller Hinsicht.

Außer Streit steht, dass es beim BDA „schwere Managementfehler“ gegeben habe und dass hinsichtlich der Abläufe und der Strukturen „noch einiges zu tun ist“, so ÖVP-Abgeordnete Claudia Durchschlag. Elisabeth Hakel (SPÖ) ortete eine „maßlose Überforderung“ aufseiten der Mitarbeiter und wies auf fehlende Kontrollen hin. In einem Rechnungshofbericht war im Frühjahr harsche Kritik am BDA geübt worden. Von den darin angeführten Empfehlungen seien bereits 67 Prozent umgesetzt worden, weitere 31 Prozent seien noch am Laufen und zwei Prozent müssten noch näher geprüft werden.




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