Letztes Update am Mi, 11.10.2017 19:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Übernahmeschlacht um VW beginnt Musterverfahren der Aktionäre



Wolfsburg/Stuttgart (APA/dpa) - Inmitten des Abgasskandals geht beinahe unter, dass Volkswagen an weiteren juristischen Fronten kämpft. Rund neun Jahre nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von VW durch Porsche soll ein milliardenschwerer Prozess (Az: 13 Kap 1/16) den Anlegern Klarheit bringen. Am Donnerstag (10.00 Uhr) beginnt in Hannover die mündliche Verhandlung im Musterverfahren des Oberlandesgerichts Celle.

Der Übernahmepoker hatte zu heftigen Kursturbulenzen geführt - was einige Anleger viel Geld kostete. Diese sehen sich rückblickend fehlinformiert. Die Porsche SE hält die Klagen für unbegründet. Eine Beweisaufnahme sei am ersten Tag nicht geplant, sagte eine OLG-Sprecherin. Zehn Verhandlungstermine sind angesetzt - und zwar am Landgericht Hannover. Der Musterentscheid ist dann für alle Beteiligten bindend.

Die einstige Porsche-Mutter PSE hatte zwischen 2005 und 2008 ihre Anteile an VW schrittweise aufgestockt und schließlich versucht, den wesentlich größeren Konzern komplett zu schlucken. Am Ende hielt die Holding zwar die Mehrheit an VW, musste aber wegen hoher Schulden ihre Sportwagenmarke Porsche an VW abgeben. Porsche wurde zu einer Marke im Volkswagen-Konzern.

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