Letztes Update am Mi, 11.10.2017 20:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Katar und Frankreich liegen im Rennen um UNESCO-Spitzenjob vorn



Paris (APA/dpa) - Der Machtkampf um die UNESCO-Spitze geht weiter: Auch der dritte Wahlgang für die Nominierung des neuen Generaldirektors hat keinen Sieger gebracht. Im Exekutivrat der UN-Kulturorganisation lagen am Mittwoch der katarische Kandidat Hamad bin Abdulaziz al-Kawari und die französische Ex-Ministerin Audrey Azoulay gleichauf.

Beide erhielten nach Angaben der UNESCO 18 der 58 Stimmen - nötig ist eine absolute Mehrheit von 30 Stimmen. Auf Platz drei lag die ägyptische Bewerberin Moushira Khattab mit 13 Stimmen. Daneben waren noch die Kandidaten Chinas und des Libanon im Rennen um die Nachfolge der aktuellen UNESCO-Chefin Irina Bokowa.

Die UNESCO ist besonders für ihre Arbeit zum Weltkulturerbe bekannt. In den vergangenen Jahren wurde ihre Tätigkeit immer wieder von politischem Streit vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes überschattet, 2011 hatte sie Palästina als Vollmitglied aufgenommen.

Falls auch in der vierten Wahlrunde am Donnerstag kein Kandidat genug Stimmen für die Nominierung bekommt, gibt es am Tag darauf eine Stichwahl zwischen den beiden stärksten Bewerbern. Der Sieger braucht dann noch die Zustimmung der UNESCO-Generalkonferenz am 10. November.

~ WEB http://www.unesco.org/new/en/ ~ APA544 2017-10-11/20:27




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