Letztes Update am Do, 12.10.2017 03:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach 13 Jahren: UNO-Blauhelmmission in Haiti geht zu Ende



Port-au-Prince (APA/dpa) - Nach 13 Jahren ziehen die Vereinten Nationen ihre Blauhelme aus Haiti ab. Die letzten Soldaten der UNO-Stabilisierungsmission in Haiti (MINUSTAH) sollen am kommenden Sonntag den Karibikstaat verlassen. Direkt im Anschluss nimmt die neue UNO-Mission MINUJUSTH ihre Arbeit auf.

Etwa 1.300 Polizeikräfte werden das Land künftig bei der Ausbildung von Beamten unterstützen, den Rechtsstaat stärken und die Einhaltung von Menschenrechten überwachen. Bis zu 4.900 Blauhelmsoldaten waren während der MINUSTAH-Mission in Haiti stationiert. Die Gesamtkosten für den Einsatz betrugen rund 7,2 Milliarden US-Dollar. Einen wichtigen Beitrag leisteten die UNO-Soldaten nach dem verheerenden Erdbeben 2010.

Nach blutigen Machtkämpfen und dem Sturz von Präsident Jean Bertrand Aristide waren die Blauhelme 2004 in Haiti eingerückt, um dem verarmten Land den Weg zur Demokratie zu ebnen. Tatsächlich hat sich die Sicherheitslage deutlich verbessert und die politische Lage etwas stabilisiert. Allerdings waren die UNO-Soldaten auch in eine Reihe von Skandalen verwickelt. So sollen Blauhelme zahlreiche Sexualverbrechen verübt und die Cholera eingeschleppt haben.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA016 2017-10-12/03:23




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