Letztes Update am Do, 12.10.2017 11:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hoher SUV-Bedarf in Güssing, geringer in Reutte



Wien (APA) - Je flacher das Land, desto wichtiger der SUV - könnte man bei einem Blick auf die Zulassungsstatistik der Stadtgeländewagen meinen. Denn den höchsten SUV-Anteil Österreichs an den Neuzulassungen heuer hat das burgenländische Güssing, während im Tiroler Bezirk Reutte der Anteil am geringsten war.

27 Prozent aller neu zugelassenen Pkw kamen in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres hochbeinig daher, entweder als Allrad oder klassisch mit 2x2-Antrieb. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres 72.607 SUV und Geländewagen neu zugelassen. Das sind um 10.580 mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres, rechnete der VCÖ heute vor. Wobei die Hälfte aller SUV auf Firmen oder andere juristische Personen zugelassen sind, nur jedes zweite „Sports Utility Vehicle“ wird von Privathaushalten gekauft.

Angetrieben werden die Fahrzeuge, die in der Regel schwerer sind als herkömmliche Pkw, meist von Dieselmotoren. „SUV verbrauchen mehr Sprit als vergleichbare herkömmliche Modelle, stoßen dadurch mehr klimaschädliches CO2 aus und behindern damit das Erreichen der Klimaziele im Verkehr“, kritisierte am Donnerstag VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Dem hält die Kfz-Industrie entgegen, dass inzwischen schon viele SUV im Klein- und Kompaktwagensegment angesiedelt seien und lediglich über Vorderradantrieb verfügten, was sie vergleichbar sparsam wie ihre nicht feldwegtauglichen Schwestermodelle mache.

Ein Blick in die Statistik zeigt jedenfalls, dass die Topografie und die Straßenverhältnisse eher wenig mit der Kaufentscheidung für einen Stadtgeländewagen zu tun haben. So liegt der SUV-Anteil bei den Neuzulassungen im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau bei 40 Prozent - und drei Viertel davon sind auf Firmen oder Organisationen zugelassen.

~ WEB http://www.vcoe.at/ ~ APA203 2017-10-12/11:27




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