Letztes Update am Do, 12.10.2017 12:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Abbas begrüßt Versöhnungsabkommen zwischen Fatah und Hamas



Ramallah/Jerusalem (APA/AFP) - Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat das Versöhnungsabkommen zwischen seiner Fatah-Bewegung und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas begrüßt. Abbas sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, das bei Verhandlungen in Kairo erreichte Abkommen sei eine „endgültige Vereinbarung“ zur Beilegung des jahrelangen innerpalästinensischen Konflikts.

Das ergebe sich für ihn aus dem detaillierten Bericht der Fatah-Delegation bei den Versöhnungsgesprächen in Kairo, den er erhalten habe. Er habe die Delegation angewiesen, das Abkommen umgehend zu unterzeichnen, sagte Abbas.

Zuvor hatte die Hamas einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit der rivalisierenden Fatah verkündet. Sie nannte aber keine Einzelheiten zu der Vereinbarung. Von Fatah-Seite hieß es, es werde zu Mittag eine Pressekonferenz am Tagungsort in der ägyptischen Hauptstadt geben.

Die beiden Palästinenserorganisationen standen sich seit Jahren feindlich gegenüber. Die Hamas ist seit 2007 im Gazastreifen an der Macht. Sie hatte sich dort im Streit um eine gemeinsame Regierung nach der Abwahl der Fatah in bewaffneten Auseinandersetzungen gegen die gemäßigte Fatah durchgesetzt. Die Fatah regiert im Westjordanland.

Den Versöhnungsgesprächen in Kairo stimmten Hamas und Fatah auf Druck Ägyptens zu. Ziel waren unter anderem die Bildung einer Einheitsregierung für die Palästinensergebiete sowie Neuwahlen. Während die Fatah international anerkannt ist, wird die Hamas, die Israel das Existenzrecht abspricht, vom Westen als Terrororganisation eingestuft.




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