Letztes Update am Do, 12.10.2017 16:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schaumstoffprobleme - Auch oö. Matratzenhersteller Joka betroffen



Schwanenstadt/Ludwigshafen (APA) - Beim oö. Polstermöbelhersteller Joka mit Sitz in Schwanenstadt (Bezirk Vöcklabruck) ist gesundheitsschädliches TDI des deutschen Chemiekonzerns BASF zum Einsatz gekommen. Das Unternehmen informiere derzeit seine Kunden und habe einen Liefer- und Produktionsstopp verhängt, hieß es in einer Presseaussendung am Donnerstag. Auch in der steirischen Polstermöbelfabrik ADA stehen die Maschinen still.

Man habe die betroffenen Chargen bereits identifiziert und ausgesondert, hieß es in der Mitteilung von Joka. Derzeit arbeite man daran, alle Kunden zu informieren, ob eine bereits erhaltene Lieferung verunreinigt sein könnte. Alle betroffenen Produkte werden zurückgenommen. Entwarnung gebe es für die Marken ProNatura und JOKA Natur: Sie seien von einer möglichen Verunreinigung ausgeschlossen, weil bei diesen Produktlinien kein Schaumstoff zum Einsatz komme, hieß es.

BASF hatte zwischen dem 25. August und dem 29. September nach eigenen Angaben TDI - eine Chemikalie, die zum Aufschäumen von Schaumstoffen benötigt wird - ausgeliefert, das eine deutlich erhöhte Konzentration von Dichlorbenzol enthalte. Diese farblose Flüssigkeit könne Haut, Atemwege und Augen reizen und stehe unter dem Verdacht, Krebs zu verursachen.

Vor Joka hatte bereits die oststeirischen Polstermöbelfabrik ADA in Anger bestätigt, dass man möglicherweise krebserregenden Schaumstoff aus Deutschland bezogen und verarbeitet habe.

~ ISIN DE000BASF111 WEB http://www.basf.com/group/corporate/de/ ~ APA449 2017-10-12/16:08




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