Letztes Update am Fr, 13.10.2017 12:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Starkes Halbjahr für Nordzucker



Braunschweig (APA/dpa) - Europas zweitgrößter Zuckerhersteller Nordzucker hat ein starkes erstes Halbjahr verbucht, sieht den nächsten Monaten wegen der ausgelaufenen EU-Marktordnung aber skeptisch entgegen. Künftig entfallen die von Brüssel aufgestellten Vermarktungsquoten und auch der Mindestpreis, den Landwirte für ihre Rüben erhalten.

Wie stark sich dies in den Endpreisen für Lebensmittel niederschlagen könnte, ist noch nicht genau absehbar.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 (Ende Februar) hat das Unternehmen den Gewinn mehr als verdoppelt. Unter dem Strich verdienten die Braunschweiger 87,7 Mio. Euro - im Vorjahreszeitraum waren es 36,8 Mio. Euro. Für das gesamte Jahr erwarte man jedoch keine Verbesserung, teilte Nordzucker heute, Freitag, mit. Im Vorjahr blieben 99 Mio. Euro in der Kassa.

Hintergrund der zurückhaltenden Prognose ist das Ende der bisherigen Zuckermarktordnung in der EU. Nordzucker geht früheren Angaben zufolge vom kommenden Geschäftsjahr an von sinkenden Gewinnen aus. Vorstandschef Hartwig Fuchs erklärte: „Die jetzt ins Haus stehenden Produktionsüberschüsse in Europa und die gleichzeitig sehr niedrigen Weltmarktpreise führen zwangsläufig zu niedrigen Zuckerpreisen.“

Die Erlöse kletterten bei Nordzucker im ersten Geschäftshalbjahr leicht auf 845,5 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 833,1 Mio. Euro gewesen. Für die Anfang September gestartete Rübenernte erwartet das Unternehmen gute Zuckererträge. Es beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit rund 3.200 Mitarbeiter. Kürzlich hatte Fuchs angekündigt, 2018 von seinem Amt zurückzutreten.

~ WEB https://www.nordzucker.de/home.html ~ APA278 2017-10-13/12:39




Kommentieren