Letztes Update am Fr, 13.10.2017 15:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chinas einst meistgesuchte Korruptionsverdächtige zu Haft verurteilt



Peking (APA/dpa) - Ein Gericht in Ostchina hat die einst meistgesuchte Wirtschaftskriminelle des Landes zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag weiter berichtete, waren Yang Xiuzhu die Annahme von Bestechungsgeldern sowie Unterschlagung zur Last gelegt worden.

Die ehemalige Vize-Bürgermeisterin der Stadt Wenzhou hatte sich im Jahr 2003 abgesetzt, war aber im vergangenen November aus den USA nach China zurückgebracht worden. Sie stand auf dem ersten Platz einer Liste von 100 Verdächtigen, die in China der Korruption und anderer Wirtschaftsverbrechen beschuldigt worden und ins Ausland geflohen waren.

Im Rahmen der im April 2015 gestarteten „Operation Skynet“ versucht Peking, diese Gesuchten zurück nach China zu bringen, um sie dort zu verurteilen. Bereits vor Yang Xiuzhu wurde Yang Jinjun, ihr jüngerer Bruder, von den USA an China ausgeliefert.

Ihm wurden ebenfalls Wirtschaftsverbrechen vorgeworfen. Zuvor hatten die USA lange gezögert, Flüchtige zurückzuschicken. Sie beriefen sich dabei auf Mängel in der chinesischen Rechtsstaatlichkeit und die schlechte Menschenrechtsbilanz der Volksrepublik.




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