Letztes Update am Fr, 13.10.2017 17:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bank erzielt Vergleich in Libor-Rechtsstreit



Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutsche Bank hat einen Vergleich in einem Rechtsstreit mit Börsenhändlern wegen Vorwürfen der Zinsmanipulation erzielt. Die Einigung sieht eine Zahlung in Höhe von 80 Mio. Dollar (67 Mio. Euro) vor, wie ein Sprecher der Bank am Freitag in New York bestätigte. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Gerichtsdokumente vom Mittwoch entsprechend berichtet.

Der Vergleich muss noch von der zuständigen Richterin in New York genehmigt werden. Mit dem Kompromiss soll eine Sammelklage wegen angeblicher Absprachen beim Leitzins-Libor beigelegt werden.

Geklagt hatten auf Termingeschäfte spezialisierte Börsenhändler. Die Deutsche Bank werde zu dem Fall keinen Kommentar abgeben, so der Sprecher. Auch die Großbanken Citigroup und HSBC akzeptierten in dem Verfahren Vergleiche - mit 33,4 Mio. Dollar beziehungsweise 18,5 Mio. Dollar würden sie bei einer Billigung durch das Gericht jedoch deutlich weniger zahlen als die Deutsche Bank. Wegen Manipulationen des Libor-Zinssatzes, einem wichtigen Richtwert für Finanzgeschäfte weltweit, wurden Banken in den vergangenen Jahren bereits zu Milliardenstrafen verdonnert.

~ ISIN DE0005140008 WEB https://www.deutsche-bank.de/index.htm ~ APA476 2017-10-13/17:02




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