Letztes Update am Fr, 13.10.2017 17:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NR-Wahl: Grüner Abschluss 2 - Lunacek will „respektables Ergebnis“



Wien (APA) - Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek rief beim Grünen Wahlkampfabschluss im Marx-Palast in Wien dazu auf, bis zum letzten Tag um jede Stimme zu kämpfen. Als Einpeitscher trat Cem Özdemir von den deutschen Grünen auf. Er sprach von steigendem Zuspruch und riet seinen österreichischen Kollegen, den Wahlprognosen zu misstrauen: „Ihr müsst nicht bei den Umfragen gewinnen, sondern die Wahlen gewinnen.“

Lunacek betonte bei ihrem Auftritt das Alleinstellungsmerkmal ihrer Partei. Nur mit den Grünen gebe es „Lösungen und Sachlichkeit und eine Orientierung an Menschlichkeit und Menschenwürde“, während die anderen auf Spaltung, Sündenböcke, rassistischen Hass und auch Antisemitismus gesetzt hätten. Für die Grünen stellte sie das Eintreten gegen den Klimawandel, für die Gleichstellung von Frauen und das Bekenntnis zu Europa in den Vordergrund.

Die Spitzenkandidatin zeigte sich nicht unglücklich, dass der Wahlkampf zu Ende geht. Es sei ziemlich anstrengend gewesen und „hat oft auch Spaß gemacht“, meinte sie. Linz, Salzburg und die Mariahilfer Straße in Wien stehen noch auf dem Programm. Auch sie äußerte die Überzeugung, dass man noch zulegen und „wirklich ein respektables, gutes Ergebnis“ einfahren werde.

Özdemir zeigte sich von der Heftigkeit der politischen Auseinandersetzung in Österreich überrascht, „da sind wir schon lammfromm dagegen in Deutschland“. Umso mehr finde er es „klasse“, dass sich Lunacek davon abhebe und die Mitbewerber der Grünen nicht als Feinde betrachte. „Die Demokraten müssen endlich lernen, miteinander umzugehen“, sagte er. „Ansonsten werden die Radikalen immer stärker.“ Und: „Man kriegt die Rechten nicht klein, indem man die Sprache der Rechten übernimmt.“

Es seien die Grünen, die sich der Klimakrise und damit der „entscheidenden Menschheitsfrage“ widmeten. „Wem der Kampf gegen den Klimawandel wichtig ist, dem bleibt gar nichts anderes übrig, als das Kreuz bei Ulrike und den Grünen zu machen“, sagte Özdemir.

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA480 2017-10-13/17:09




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