Letztes Update am Fr, 13.10.2017 17:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gasehersteller Messer interessiert sich für Linde-Teile



München (APA/Reuters) - Der Industriegasehersteller Messer spekuliert nach einer Fusion von Linde und Praxair auf Teile des größeren deutschen Rivalen. „Wir interessieren uns für die Transaktion und haben verschiedene Gesprächen mit Banken und möglichen Partnern geführt“, sagte Messer-Chef Stefan Messer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). Unter den angesprochenen Banken sei die UBS.

Möglicher Partner für Messer wäre Finanzkreisen zufolge der Finanzinvestor CVC. Messer sagte, die Pläne seien in einem frühen Stadium. Noch sei unklar, ob der Zusammenschluss zustande komme und was danach zum Verkauf stehe.

Linde und Praxair gehen davon aus, dass sie nach der Fusion Unternehmensteile verkaufen müssen, wollen aber nicht mehr als 3,7 Milliarden Dollar Umsatz abgeben. Damit es zur Fusion kommt, müssen 75 Prozent der Linde-Aktionäre ihre Anteilsscheine in Papiere der fusionierten Linde plc tauschen. Dafür haben sie noch bis 24. Oktober Zeit. Bis Dienstag hatten 33 Prozent das Angebot zum Umtausch angenommen.

Auch die internationalen Rivalen von Linde und Praxair, Air Products und Air Liquide, haben dem Bericht zufolge ein Auge auf Linde-Teile geworfen. „Wenn die Genehmigungen der Aufsichtsbehörden und Regierungen gesichert sind und wenn Linde und Praxair tatsächlich fusionieren und Vermögenswerte abgeben müssen, würden wir diese evaluieren“, habe Air Products mitgeteilt. „Deutschland ist da keine Ausnahme.“ Air Liquide teilte der Zeitung mit, die Priorität liege momentan bei der Integration von Airgas, fügte aber an: „Wir werden die Gelegenheiten, die sich ergeben könnten, studieren.“

~ ISIN DE0006483001 WEB http://www.linde.com/ ~ APA487 2017-10-13/17:18




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