Letztes Update am Sa, 14.10.2017 10:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Segeln: Weltcup-Auftakt in Japan ohne WM-Dritte Bildstein/Hussl



Wien (APA) - Vier OeSV-Teams sind kommende Woche beim Auftakt des Segel-Weltcups in Japan am Start. Verzichten müssen allerdings die WM-Dritten der 49er-Klasse, Benjamin Bildstein und David Hussl. Das Loch im Trommelfell von Steuermann Bildstein ist noch nicht ausreichend verheilt. Rund um den Weltcup trainieren Österreichs Spitzensegler bereits in Enoshima, dem Olympiarevier 2020.

Bildstein hatte sich die Verletzung nach der erfolgreichen September-WM in Porto bei einem Crash mit einem Hochgeschwindigkeits-Katamaran zugezogen. Zwar war man trotzdem zum Training nach Japan aufgebrochen. Weil das Loch aber langsamer verheilte als vorhergesagt, trat der 25-Jährige die vorzeitige Heimreise an.

„Eigentlich hätte alles gut sein sollen. Aber die Heilung verläuft langsamer als von den Ärzten prognostiziert. Auch sie selbst haben dafür keine Erklärung. Da nun aber voraussichtlich auch kein Training mehr möglich ist, reise ich nach Hause, um das Loch im Trommelfell gut ausheilen lassen zu können“, erklärte Bildstein.

Österreichs Segel-Teams der Klassen 470er, 49er und 49erFX weilen seit Anfang Oktober in Japan, um in Enoshima das Olympia-Revier der Tokio-Spiele 2020 zu testen. Nach ersten Trainingseinheiten dort übersiedelte man nach Gamagori, wo kommenden Dienstag die World-Cup-Saison 2017/2018 eingeläutet wird.

Für den OeSV gehen dabei im 470er David Bargehr/Lukas Mähr und Niko Kampelmühler/Thomas Czajka sowie im 49erFX Tanja Frank/Lorena Abicht und Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer an den Start. Nach dem Weltcup geht es am 23. Oktober wieder zurück zum Training und einem Olympia-Testevent nach Enoshima.

Bildsteins Vorschoter David Hussl bleibt samt Trainer aber noch vor Ort, um Erfahrung und Erkenntnisse zu sammeln. „Sie sind viel mit dem Motorboot am Wasser, beobachten die Teams beim Training und sammeln so Daten zur Meteorologie, Taktik, Trimm und so weiter“, erklärte Bildstein.

Dass man den Weltcup-Auftakt unverhofft verpasst, schmerzt das Duo, wie Bildstein bestätigt: „Wir haben mit unserer WM-Medaille die Weltspitze erreicht, da tut dieser Ausfall jetzt weh. Wir hätten gerne an die Leistungen bei der WM angeknüpft, hätten gute Chancen gehabt, hier vorne dabei zu sein. Unser großes Ziel nächstes Jahr ist wieder die WM. Im World Cup sind wir aktuell Vierte im Weltcup-Ranking, in dieser Hinsicht tut der Ausfall nicht so weh. Vor allem, da wir bereits Miami und Hyeres fix eingeplant haben.“




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