Letztes Update am Sa, 14.10.2017 13:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Serbiens Regierung erhöht Einkommen und Pensionen



Belgrad (APA) - Serbiens Regierung hat am Samstag eine bedeutende Erhöhung von Einkommen im öffentlichen Bereich sowie von Pensionen ab Jänner 2018 angekündigt. Sie waren in Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Rahmen der Sparmaßnahmen der Regierung Ende 2014 eingefroren worden.

Wie Ministerpräsidentin Ana Brnabic anlässlich der ersten 100 Tage ihrer Regierung erklärte, würden die Einkommen im Bildungs-, Gesundheitswesen, der Justiz, bei der Polizei und dem Militär ab 1. Jänner um zehn Prozent erhöht werden. Der Verwaltungsapparat kann allerdings nur mit einer fünfprozentigen Einkommenszunahme rechnen, sagte Brnabic.

Pensionisten werden ab 1. Jänner um fünf Prozent höhere Pensionen beziehen. Für 90 Prozent der Pensionisten werde dies eine reale Pensionssteigerung bedeuten, erläuterte die Regierungschefin.

Ende 2014 waren die Einkommen im gesamten öffentlichen Bereich um zehn Prozent gekürzt worden, die Pensionen um bis zu 22 Prozent. Allerdings waren von dieser Maßnahmen nicht jene 60 Prozent der serbischen Pensionisten betroffen, deren monatlichen Pensionen damals nicht über 22.000 Dinar (184 Euro) hinausgingen. Im Jahre 2015 und 2016 waren die Pensionen jeweils um 1,5 und 1,7 Prozent bereits leicht erhöht worden.

In Expertenkreisen war in den letzten Wochen zu hören, dass die nun angekündigten Einkommens- und Pensionserhöhungen die in den letzten Jahren erzielten Erfolge der Sparmaßnahmen gefährden dürften.

Laut Medienberichten dürfte die Regierung von Brnabic Ende des Jahres die erste seit zehn Jahren sein, die ein Plus - voraussichtlich 20 Milliarden Dinar (167,5 Mio. Euro) - in der Staatskasse aufweisen können wird. Die öffentlichen Schulden beliefen sich Ende September auf 65,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, teilte die Regierungschefin am Samstag mit.




Kommentieren