Letztes Update am Di, 31.10.2017 05:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Jährliches Ritual: UNO-Vollversammlung will Kuba-Embargo verurteilen



New York (APA) - Zu Allerheiligen ist es wieder so weit: Zum bereits 25. Mal wird die UNO-Vollversammlung am Mittwoch das umstrittene US-Handelsembargo gegen Kuba verurteilen. Mit Spannung wird erwartet, wie sich Washington verhalten wird. Im Vorjahr hatte sich der Adressat der Resolution nämlich erstmals der Stimme enthalten, als Zeichen der von Barack Obama eingeleiteten Entspannungspolitik gegenüber Havanna.

191 der 193 UNO-Staaten stimmten für die Resolution. Die kubanische Regierung prangert das Handelsembargo alljährlich mit einem Bericht an den UNO-Generalsekretär an, in dem die Schäden durch die Wirtschaftssanktionen beziffert werden. Laut dem aktuellen Bericht sind sie mittlerweile auf 822 Millionen US-Dollar (708,32 Millionen Euro) angestiegen, wie die kubanische Botschaft in Wien mitteilte.

Kuba und die USA hatten im Jahr 2015 nach mehr als 50 Jahren wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen. Das Handelsembargo wurde jedoch nicht aufgehoben, sondern nur gelockert. Eine vollständige Aufhebung kann nämlich nur der US-Kongress verfügen, in dem die Republikaner die Mehrheit haben. Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl im November 2016 gab der neue republikanische US-Präsident Donald Trump eine Rücknahme von einigen Lockerungen bekannt, hielt die diplomatischen Beziehungen zu Havanna aber aufrecht.




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