Letztes Update am Do, 04.01.2018 01:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aktivisten: 23 Zivilisten durch Angriffe nahe Damaskus getötet



Damaskus (APA/AFP) - Bei Angriffen in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Mittwoch nach Angaben von Aktivisten mindestens 23 Zivilisten getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, die russische Luftwaffe und die syrischen Regierungstruppen hätten Ziele in der Region Ost-Ghouta angegriffen.

Allein 18 Zivilisten seien durch russische Luftangriffe auf die Stadt Misraba getötet worden, weitere fünf Todesopfer haben es bei Angriffen der Regierungstruppen in zwei anderen Ortschaften gegeben. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Angaben aus einem Netz von Informanten. Die Informationen können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Nach Angaben des Leiters der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, zielten die russischen Luftangriffe auf Wohnhäuser in Misraba. Das Hauptquartier der die Stadt kontrollierenden Rebellengruppe befinde sich aber am Stadtrand.

Ost-Ghouta ist eines der letzten Gebiete unter Kontrolle der Rebellen in Syrien. In der Region am Ostrand von Damaskus leben knapp 400.000 Menschen seit 2013 unter ständiger Belagerung durch die Regierungstruppen. Seit Jahren haben sie kaum noch Lebensmittel oder Medikamente.

Der Krieg in Syrien dauert seit 2011 an. Westliche Staaten hatten lange auf eine Entmachtung von Staatschef Bashar al-Assad gesetzt. Mit dem Eingreifen Russlands im Herbst 2015 wendete sich das Blatt zugunsten des syrischen Machthabers. Seit Beginn des Krieges wurden mehr als 340.000 Menschen in Syrien getötet und Millionen in die Flucht getrieben.




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