Letztes Update am Sa, 06.10.2018 22:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israel verkleinert Fischereizone der Palästinenser vor Gazastreifen



Jerusalem/Gaza (APA/AFP) - Als Reaktion auf die jüngsten Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen hat Israel die Fischereizone vor der Enklave weiter verkleinert. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman ordnete an, das Gebiet, in denen Bewohner des Gazastreifens fischen dürfen, von neun auf sechs Seemeilen vor der Küste zu reduzieren, teilte sein Ministerium Samstag mit.

Nach den Osloer Friedensverträgen ist den Palästinensern der Fischfang bis zu einer Entfernung von 20 Seemeilen vor der Küste des Gazastreifens erlaubt. Die Verkleinerung des Fanggebiets ist Teil der vor mehr als zehn Jahren verhängten israelischen Wirtschaftsblockade gegen den Gazastreifen.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums entschied sich Lieberman zu einer weiteren Reduzierung des Fanggebietes nach den Zusammenstößen vom Freitag. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben drei Palästinenser getötet und 376 weitere verletzt, davon 126 durch Schüsse.

Nach israelischen Militärangaben hatten 20.000 Menschen an der Grenze demonstriert und Granaten, Sprengsätze und Steine auf die israelischen Soldaten hinter dem Grenzzaun geworfen. Seit Ende März gibt es an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel regelmäßig freitags Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der israelischen Armee. Fast 200 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet.




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