Letztes Update am So, 21.10.2018 12:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fall Khashoggi - KAICIID „sehr besorgt“



Istanbul/Wien (APA) - Das in Wien ansässige „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ (KAICIID) ist über den Fall Khashoggi „sehr besorgt“. In einer Aussendung vom Sonntag hieß es: „Wir hoffen, dass eine transparente Untersuchung die Wahrheit ans Licht bringen wird und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Der Familie und den Freunden des im saudi-arabischen Konsulat in Ankara unter nach wie vor mysteriösen Umständen ums Leben gekommenen regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi sprach das KAICIID „tief empfundenes Beileid“ aus und bekräftigte seine Verurteilung jeder Form von Gewalt.

Die Erklärung kam in der Folge deutlicher Kritik der Oppositionsparteien an dem Zentrum und diesbezüglichen Verständnisbekundungen von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ).

Das KAICIID wurde Ende 2012 von Österreich, Spanien, Saudi-Arabien und mit Unterstützung des Vatikan gegründet. Es wird größtenteils von Riad finanziert. Kritiker sehen in der Institution, die einen Status als internationale Organisation innehat, einen Versuch des saudischen Königshauses, sein international wegen Menschenrechtsverletzungen beschädigtes Image aufzupolieren. KAICIID wird von einem Board of Directors geleitet, das aus Vertretern der großen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus) und verschiedenen Kulturen besteht.




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