Letztes Update am So, 21.10.2018 13:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Milliarden-Auftrag im Irak - Auch GE unterzeichnete Absichtserklärung



München/Fairfield (Connecticut)/Bagdad (APA/dpa) - Trotz massiver Interventionen von Präsident Donald Trump hat Siemens im Ringen um einen möglichen Milliarden-Auftrag im Irak gute Chancen gegen den US-Konkurrenten General Electric (GE). Die Münchner sind ihrem Ziel, die Stromkapazitäten in dem Land ausbauen zu dürfen, entscheidend nähergekommen. Rechtsgültige Verträge gibt es aber noch nicht.

Es sei eine Absichtserklärung unterschrieben worden, wie der Siemens-Konzern und Iraks Regierung am Sonntag mitteilten. Allerdings meldete auch GE am Sonntag, eine Reihe von „Grundsätzen der Zusammenarbeit“ unterzeichnet zu haben, um „die Vision der Regierung für den Ausbau des Energiesektor“ zu unterstützen. Die Wirtschaft des Irak generell solle „neu belebt“ werden, zahlreiche neue Jobs könnten entstehen.

Der für Siemens wichtige Schritt hatte in den Tagen zuvor noch auf der Kippe gestanden. Die „Financial Times“ hatte von erhöhtem Druck der USA auf die Regierung in Bagdad berichtet. Unter anderem seien Waffenlieferungen versprochen worden. Der Finanzdienst Bloomberg schrieb, ranghohe Vertreter Washingtons hätten Ministerpräsident Haider al-Abadi gewarnt, die Beziehungen zwischen den Ländern zu riskieren, falls ein Auftrag an Siemens gehen sollte.

~ ISIN DE0007236101 US3696041033 WEB http://www.siemens.com

http://www.ge.com/ ~ APA159 2018-10-21/13:23




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