Letztes Update am So, 21.10.2018 17:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fall Khashoggi - Berlin, Paris und London fordern dringend Aufklärung



Istanbul (APA/AFP) - Nach dem gewaltsamen Tod des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien von Saudi-Arabien eine umfassende Aufklärung verlangt. Es bestehe weiterhin „dringender Klärungsbedarf“, hieß es am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung der Länder. Es müsse aufgeklärt werden, was genau am 2. Oktober im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul geschehen sei.

Saudi-Arabiens offizielle Darstellung der Geschehnisse müsse „mit Fakten unterlegt werden, um als glaubwürdig angesehen zu werden“, erklärten der deutsche Außenminister Heiko Maas und seine Kollegen Jean-Yves Le Drian und Jeremy Hunt. Sie verurteilten die Tötung des regierungskritischen Journalisten „in aller Schärfe“.

Saudi-Arabien hatte am Samstag unter massivem internationalen Druck die Tötung des vermissten Journalisten am 2. Oktober im Istanbuler Konsulat eingeräumt. Demnach führte eine „Schlägerei“ zu Khashoggis Tod. Mehrere Staaten äußerten Zweifel an dieser Darstellung. Die EU verlangte „umfassende, glaubwürdige und transparente Ermittlungen“.




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