Letztes Update am Mo, 22.10.2018 09:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen starten im grünen Bereich



Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen Europas haben den Handel am Montag im grünen Bereich begonnen. Unterstützt wurden die Kurse von der Aussicht auf eine leichte Entspannung im Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.20 Uhr mit plus 0,63 Prozent oder 20,21 Punkte bei 3.231,03 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt stieg 0,72 Prozent oder 83,36 Zähler auf 11.637,19 Punkte. In London erhöhte sich der FT-SE-100 um 0,23 Prozent oder 16,42 Einheiten auf 7.066,22 Punkte.

So hatte sich bereits vor dem Wochenende EU-Kommissar Pierre Moscovici mit beruhigenden Worten um eine Deeskalation in dem Streit zwischen Italien und der EU bemüht. In Rom zeigte sich der Franzose zuversichtlich, dass man die Differenzen ausräumen könne. Heute wird Italiens Finanzminister Giovanni Tria der EU-Kommission die heftig umstrittene Schuldenpolitik der Regierung erläutern.

Dabei sind die Erwartungen von Experten sind nicht sonderlich hoch. „Stillstand“, titelte die Landesbank Helaba in ihrer Wochenvorschau mit Blick auf die Aktienmärkte, aber auch mit Blick auf die politische Situation. „Nichts geht voran - weder in den Verhandlungen um den Brexit, noch um den italienischen Staatshaushalt“, so Volkswirtin Claudia Windt. Ihrer Einschätzung nach dürften die hausgemachten politischen Probleme auch die neue Woche prägen.

Unter den Einzelwerten starteten Siemens um 1,36 Prozent fester. Bei den Aktionären macht sich die Hoffnung breit, dass der Industriekonzern bei einem Milliardenauftrag im Irak zum Stromnetz-Ausbau doch noch zum Zuge kommt. Zuletzt sah es so aus, als ob Rivale General Electric (GE) den Auftrag erhalten wird.

Die Aktien von Philips verloren nach Vorlage von Zahlen klare 7,05 Prozent und standen damit an letzter Stelle im Euro-Stoxx-50. Der niederländische Elektronik- und Medizintechnik-Konzern hat zuletzt weniger stark zulegen können als von Experten erwartet. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um 4 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro. Unterm Strich ging der Gewinn um knapp 31 Prozent auf 292 Mio. Euro zurück, vor allem wegen des Verkaufs von großen Teilen des Lichtgeschäfts.

Auch der Billigflieger Ryanair meldete einen Gewinnrückgang, und zwar den ersten seit fünf Jahren. Der Überschuss sank im ersten Geschäftshalbjahr um 7 Prozent auf 1,20 Mrd. Euro. Das Ergebnisse litt unter Streiks, hohen Kerosinpreise, geringeren Ticketpreise und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte, so das Unternehmen. Die Papiere stiegen in London um 3,52 Prozent.

Fiat Chrysler will indessen seine Zuliefertochter Magneti Marelli für 6,2 Mrd. Euro an den japanischen Autozulieferer Calsonic Kansei verkaufen. Damit entstehe ein neuer Gigant in der Branche mit einem Umsatz von 15,2 Mrd. Euro im Jahr, hieß es. Die Papiere des Autobauers sprangen in der Früh um 5,64 Prozent an.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA089 2018-10-22/09:26




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