Letztes Update am Mo, 22.10.2018 09:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Forscher: Trotz Verbots landet Beifang offenbar weiter im Meer



Rostock (APA/dpa) - Um unerwünschten Beifang in der Fischerei zu reduzieren, hatte die EU 2013 ein sogenanntes Rückwurfverbot beschlossen. Aktuelle Daten des Internationalen Rates für Meeresforschung (Ices) legen nun aber nahe, dass das Verbot, das seit 2015 schrittweise, aber verbindlich eingeführt wird, offenbar nicht greift.

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Die Forscher haben im Jahr 2017 für die Dorschfischerei in der östlichen Ostsee mindestens 11,2 Prozent Beifänge gefunden. Beim Kabeljau in der Nordsee waren es rund 19 Prozent.

„Die Ices-Daten zeigen, dass sich das Rückwurfverhalten kaum verändert hat“, sagt der Direktor des deutschen Thünen-Instituts für Ostseefischerei, Christopher Zimmermann. Auch wenn die unbeabsichtigt gefangenen Fische wieder ins Meer geworfen werden, sterben sie meist an ihren Verletzungen. Die Politik habe für die fundamentale Regeländerung versäumt, Kontrollmechanismen zu schaffen, die rechtssicher sind, sagte Zimmermann. Möglich wären die Überwachung mit Kameras und die Umkehrung der Beweislast.




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