Letztes Update am Mo, 22.10.2018 11:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Öffentliche Schulden in EU 2017 auf 81,6 Prozent gesunken



Brüssel (APA) - Der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in der EU im Vorjahr neuerlich gesunken. Mit 81,6 Prozent lag die Schuldensumme deutlich unter den 89,1 Prozent 2016. 2014 hatte der Schuldenstand der EU noch 91,8 Prozent betragen.

Österreich konnte seine Verschuldungsquote 2017 auf 78,3 Prozent drücken. 2016 hatte sie noch 83,0 Prozent und 2015 sogar 84,8 Prozent betragen.

In der Eurozone lag der Schuldenstand im Vorjahr bei 86,8 Prozent gegenüber 89,1 Prozent 2016. Die niedrigsten Verschuldungsraten gab es 2017 in Estland (8,7 Prozent), Luxemburg (23,0 Prozent), Bulgarien (25,6 Prozent), Tschechien (34,7 Prozent), Rumänien (35,1 Prozent) und Dänemark (36,1 Prozent). Über der Maastricht-Schuldengrenze von 60 Prozent rangierten 15 EU-Länder. Den höchsten Schuldenstand wies im Vorjahr neuerlich Griechenland (176,1 Prozent) auf, vor Italien (131,2 Prozent), Portugal (124,8 Prozent) und Belgien (103,4 Prozent).

Bei den Defiziten im Verhältnis zum BIP gab es 2017 eine weitere Verbesserung sowohl in der EU als auch in der Währungsunion mit jeweils 1,0 Prozent. Die EU hatte 2014 noch ein Minus von 2,9 Prozent ausgewiesen, 2015 ging es auf 2,3 Prozent zurück und 2016 auf 1,7 Prozent.

Im Vorjahr verzeichneten 13 EU-Staaten einen Budgetüberschuss. Allen voran Malta (+3,5 Prozent), Zypern (+1,8 Prozent), Schweden (+1,6 Prozent), Tschechien (+1,5 Prozent) und Luxemburg (+1,4 Prozent). Dann folgen die Niederlande (+1,2 Prozent), Bulgarien und Dänemark (je +1,1 Prozent), Deutschland (+1,9 Prozent), Kroatien (+0,9 Prozent), Griechenland (+0,8 Prozent), Litauen (+0,5 Prozent) und Slowenien (+0,1 Prozent).

Die anderen 15 EU-Länder kamen auf ein Budgetdefizit. Dabei lagen zwei Staaten (Spanien mit -3,1 Prozent) und Portugal (-3,0 Prozent) über der Maastrichtgrenze. Die niedrigsten Defizite gab es in Irland (-0,2 Prozent), Estland (-0,4 Prozent), Lettland (-0,6 Prozent), Finnland (-0,7 Prozent) und ÖSTERREICH sowie die Slowakei (je -0,8 Prozent). Dann folgen Belgien (-0,9 Prozent), Polen (-1,4 Prozent), Großbritannien (-1,8 Prozent), Ungarn (-2,2 Prozent), Italien (-2,4 Prozent), Frankreich (-2,7 Prozent) und Rumänien (-2,9 Prozent).




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