Letztes Update am Mo, 22.10.2018 12:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag weiter in der Gewinnzone



Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen Europas haben sich am Montag im Mittagshandel weiter einheitlich im Plus gezeigt. Starke Kursgewinne an Chinas Börsen sowie die Aussicht auf eine leichte Entspannung im Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien sorgten für gute Stimmung. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 12.00 Uhr um 5,66 Einheiten oder 0,18 Prozent auf 3.216,48 Punkte.

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Der DAX in Frankfurt notierte mit 11.601,79 Punkten und plus 47,96 Einheiten oder 0,42 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London gewann um 31,97 Zähler oder 0,45 Prozent und steht nun bei 7.081,77 Stellen.

Bereits vor dem Wochenende bemühte sich EU-Kommissar Pierre Moscovici mit beruhigenden Worten um eine Deeskalation in dem Streit zwischen Italien und der EU. In Rom zeigte sich der Franzose zuversichtlich, dass man die Differenzen ausräumen könne. Heute wird Italiens Finanzminister Giovanni Tria der EU-Kommission die heftig umstrittene Schuldenpolitik der Regierung erläutern.

Im Vorfeld dazu erhöhte sich der Mailänder FTSE MIB um 0,6 Prozent auf 19.195 Punkte. Auch Italienische Anleihen legten am Montag zu, was für zusätzliche Entspannung am Aktienmarkt sorgte. Das erfreute auch Italiens Bankwerte. Intesa Sanpaolo zogen um 0,9 Prozent an und UniCredit gewannen 0,4 Prozent. Italiens Banken haben hohe Bestände an Staatspapieren des Landes.

Weiterer Antrieb für die Märkte in Europa kam zudem von den starken chinesischen Börsen. Wegen der negativen Folgen des Handelskriegs zwischen den USA und China hat die chinesische Politik den privaten Unternehmen des Landes ihre Unterstützung zugesagt, hieß es. Der Shanghai Composite Index schoss um vier Prozent nach oben, der Hang Seng in Hongkong legte rund zwei Prozent zu.

Neue Konjunkturdaten blieben heute aus und so richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die laufende Berichtssaison. Nach Vorlage von Zahlen rutschten die Aktien von Philips mit minus fünf Prozent an die letzte Stelle im Euro-Stoxx-50. Der niederländische Elektronik- und Medizintechnik-Konzern hat zuletzt weniger stark zulegen können als von Experten erwartet. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um 4 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro. Unterm Strich ging der Gewinn um knapp 31 Prozent auf 292 Mio. Euro zurück, vor allem wegen des Verkaufs von großen Teilen des Lichtgeschäfts.

Auch der Billigflieger Ryanair meldete einen Gewinnrückgang - den ersten seit fünf Jahren. Der Überschuss sank im ersten Geschäftshalbjahr um 7 Prozent auf 1,20 Mrd. Euro. Das Ergebnisse litt unter Streiks, hohen Kerosinpreisen, geringeren Ticketpreisen und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte, so das Unternehmen. Die Papiere stiegen in London dennoch um rund vier Prozent.

Daneben hoffen die Siemens-Aktionäre darauf, dass der Industriekonzern bei einem Milliardenauftrag im Irak zum Stromnetz-Ausbau doch noch zum Zuge kommt. Zuletzt sah es so aus, als ob Rivale General Electric (GE) den Auftrag erhalten würde. Siemens-Titel legten 1,3 Prozent zu.

Fiat Chrysler will seine Zuliefertochter Magneti Marelli für 6,2 Mrd. Euro an den japanischen Autozulieferer Calsonic Kansei verkaufen. Damit entstehe ein neuer Gigant in der Branche mit einem Umsatz von 15,2 Mrd. Euro im Jahr, hieß es. Die Papiere des Autobauers sprangen um 5,3 Prozent an.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA223 2018-10-22/12:05




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