Letztes Update am Mo, 22.10.2018 18:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Börse London schließt nahezu unverändert



London (APA) - Die Londoner Börse hat den Handel am Montag nahezu unverändert beendet. Der FTSE-100 Index schloss bei 7.042,80 Punkten und einem kleinen Abschlag von 7,00 Einheiten oder 0,10 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 46 Gewinner und 52 Verlierer gegenüber. Zwei Werte schlossen unverändert.

An Europas Festlandbörsen ging es dagegen überwiegend bergab. Nach Kursgewinnen im Tagesverlauf trübte sich die Stimmung am Nachmittag im Zuge von Kursverlusten an der Wall Street etwas ein. Starke Vorgaben aus China konnten damit die Märkte nicht nachhaltig stützen. In der Volksrepublik machte sich die Hoffnung auf Konjunkturhilfen seitens der chinesischen Politik breit, was für klare Aufschläge an den Märkten in Shanghai und Hongkong geführt hatte.

Auch die Erleichterung rund um Italien war nicht nachhaltig. Im Frühhandel hatten sich die Investoren noch entspannt gezeigt, nachdem die jüngste Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Ratingagentur Moody‘s nicht so stark ausgefallen war wie erwartet. Allerdings befindet sich das Moody‘s-Rating für Italien nun nur eine Stufe über Ramschniveau. Dementsprechend kehrte im Tagesverlauf Ernüchterung unter den Anlegern ein.

Etwas Unterstützung für den exportorientierten FTSE-100 Index lieferte dagegen das etwas schwächere Pfund. Sorgen um die weiter stockenden Brexit-Verhandlungen haben die britische Währung belastet. Der größte Streitpunkt zwischen der EU und Großbritannien bleibt nach wie vor die künftige Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland. Die britische Premierministerin Theresa May will den jüngsten Vorschlägen aus Brüssel zur Lösung der Irland-Frage nicht zustimmen. Allerdings beharrt der irische Außenminister Simon Coveney auf einer Absicherungsklausel im EU-Austrittsvertrag, mit der Nordirland zunächst Teil der EU-Zollunion bleiben würde.

Unter den Einzelwerten in London rücken Ryanair mit Zahlen in den Fokus. Das Unternehmen musste im ersten Geschäftsquartal den ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren verdauen. Der Gewinn sank um 7 Prozent auf 1,20 Mrd. Euro. Als Gründe für den Gewinnrückgang nannte Ryanair die Streiks, hohe Kerosinpreise, geringere Ticketpreise und Ersatzzahlungen wegen der EU-Fluggastrechte. Die Aktien zogen dennoch um 4,19 Prozent an.

Auch die Papiere des Branchenkollegen Easyjet gewannen bis Handelsschluss 3,37 Prozent und rangierten damit weit oben im FTSE-100 Index. An die Spitze des Index kletterten jedoch NMC Health mit plus 5,61 Prozent. Am Markt wurde auf den positiv aufgenommenen Unternehmensausblick des Klinik-Betreibers verwiesen.

~ ISIN GB0001383545 ~ APA473 2018-10-22/18:07




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